Dyke zweifelt an FIFA-Kandidat Scheich Salman

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Greg Dyke ist Verbandschef von England. Foto: Patrick Seeger

Genf (dpa) - Der englische Verbandschef Greg Dyke hat die Tauglichkeit von Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa als neuer Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA in Frage gestellt.

"Keiner verleugnet, dass es Menschenrechtsverletzung in Bezug auf Sportlern und Fußballern vor vier Jahren gab. Es geht vielmehr darum, ob er involviert war oder nicht. Doch die Frage lautet auch: Spielt es überhaupt eine Rolle, ob er involviert war? Kann jemand aus Bahrain den Weltfußball anführen mit dem Hintergrund, was vor vier Jahren passiert ist? Ich habe meine Zweifel", sagte Dyke dem englischen Sender BBC.

Menschenrechtsorganisationen werfen der Familie Al Chalifa vor, bei der Niederschlagung der Anti-Regierungsproteste im Bahrain beteiligt gewesen zu sein. Scheich Salman soll als Chef des bahrainischen Fußball-Verbandes Mitschuld an der Inhaftierung und Folter von Fußballern und anderen Sportlern gehabt haben, was der Präsident der Asiatischen Fußball-Konföderation AFC vehement bestreitet.

Auch Präsidentschaftskandidat Prinz Ali bin al-Hussein hatte zuletzt schon Scheich Salman attackiert. Er bezeichnete seinen Rivalen als "Person, die ihre Spieler nicht geschützt hat oder für sie aufgestanden ist". Das sei ein "simpler, grundsätzlicher Fakt in dieser Angelegenheit", hatte der Jordanier in der vergangenen Woche gesagt.

Scheich Salman werden neben UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino die besten Chancen auf die Nachfolge des gesperrten Amtsinhabers Joseph Blatter eingeräumt. Neben Prinz Ali stehen am 26. Februar ansonsten noch der Franzose Jérôme Champagne und Tokyo Sexwale aus Südafrika zur Wahl.

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