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Ein Fülle(r) für die Lücke: Niclas Füllkrug macht dem DFB-Team Hoffnung

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Von: Maximilian Bülau

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Niclas Füllkrug (links) und Hansi Flick.
Ein Torjäger und sein Trainer: Niclas Füllkrug (links) und Hansi Flick. © Christian Charisius/dpa

Zwei gelernte Angreifer hat Bundestrainer Hansi Flick für seinen Kader für die am Sonntag beginnende Fußball-Weltmeisterschaft in Katar nominiert. Den jungen, hochveranlagten Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund.

Und den älteren, körperlich bereits lädierten Niclas Füllkrug. Viele gehen dennoch davon aus, dass Flick wohl eher Kai Havertz im Sturmzentrum aufbieten wird. Zumindest in den ersten Partien. Am frühen Mittwochabend bekamen gegen den Oman aber Moukoko und Füllkrug ihre Chance.

Moukoko stand in der ersten Hälfte auf dem Feld. Was durchaus als Zeichen gewertet werden darf, dass der Bundestrainer ihm einen kleinen Vorsprung im direkten Vergleich mit Füllkrug zugestand. Denn in Maskat setzte Flick bis auf wenige Ausnahmen nicht auf sein Stammpersonal. In diesem ersten und einzigen WM-Test auf der Durchreise nach Katar, wo das DFB-Team gestern ankam. Aber die, die dann beginnen durften, das waren die, die am nächsten dran sind. Lukas Klostermann. Matthias Ginter. Thilo Kehrer. David Raum. Und eben Moukoko. Doch der 17-Jährige, der am Tag des ersten WM-Spiels der Deutschen am kommenden Mittwoch gegen Japan 18 wird, sammelte kaum bis gar keine Argumente für sich.

Nach der Pause ersetzte ihn dann der 29 Jahre alte Füllkrug. Für den in Hannover geborenen und bei Bremen ausgebildeten Angreifer war es das erste A-Länderspiel überhaupt. Nach den Ausfällen von Timo Werner und Lukas Nmecha war er kurz vor Schluss noch auf den WM-Zug mit 26 Plätzen aufgesprungen. Bei einem lange ziemlich ernüchternden Auftritt der deutschen Nationalspieler im schwülheißen Oman war es dann aber Füllkrug, der das DFB-Team mit seinem Treffer in der 80. Minute vor einer Blamage und vielen Diskussionen kurz vor dem WM-Start bewahrte. Und so Argumente für weitere Einsätze sammelte.

Ein Tor beim Debüt für die Nationalmannschaft? Das ist in der jüngeren Vergangenheit gar nicht so vielen gelungen. Miroslav Klose hat das 2001 geschafft. Ebenfalls in diesem Jahr vollbrachte dieses Kunststück Gerald Asamoah. Mario Gomez funktionierte 2007 direkt im ersten Spiel. Christian Pander absolvierte nur zwei Länderspiele, im ersten traf er 2007 gegen England. Serge Gnabry gelang der Treffer beim Debüt 2016 ebenso wie Nico Schulz 2018. 2020 war es Florian Neuhaus, der kaum Anlaufzeit für einen Tor benötigte, 2021 Karim Adeyemi.

Nun kommt eben Füllkrug hinzu. Der hat aus seiner Hannoveraner und Bremer Zeit mehrere Spitznamen. „Fülle“ zum Beispiel, eine Abkürzung seines Nachnamens. Oder „Lücke“, eine Anspielung auf seine Zahnlücke. Auf jeden Fall könnte Fülle oder Lücke nun ein Füller für die Lücke im Sturm werden. (Maximilian Bülau)

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