Ein Zwischenfazit

Gewinner und Verlierer der 2. Fußball-Bundesliga: Ein Kasseler für den HSV

Ogechika Heil
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Beim Training in Hamburg: Ogechika Heil.

Kassel – Nicht nur die Fußball-Bundesliga startet heute in den achten Spieltag. Nein, auch die zweite Liga ist zurück aus der Länderspielpause. Während der Hamburger SV vorweg marschiert, hecheln einige Mitfavoriten um den Aufstieg hinterher. Das sind die Gewinner und Verlierer der ersten Spieltage:

Die Gewinner

Ulreich, Terodde und ein Nordhesse in Hamburg: Erst Anfang Oktober wechselte Torhüter Sven Ulreich (32) vom FC Bayern zum Hamburger SV – übernahm aber direkt die Rolle des Stammkeepers. Er ist mit den Norddeutschen Tabellenführer – und weiterhin ungeschlagen. Großen Anteil daran hat auch Stürmer Simon Terodde, der einmal mehr zeigt, dass in der zweiten Liga auf ihn Verlass ist. Acht Tore erzielte der 32-Jährige in sieben Spielen. Dreimal blieb er ohne Treffer, viermal schnürte er einen Doppelpack.

Ein Kasseler könnte demnächst Anteil an HSV-Siegen haben. Ogechika „Ogi“ Heil spielte in der Jugend für Fortuna Kassel, den KSV Baunatal und den KSV Hessen. Seit 2016 ist er beim HSV, kam in dieser Saison bislang nur für die zweite Mannschaft zum Einsatz, trainiert nun aber bei den Profis mit. Im Test vergangene Woche gegen Viborg FF bekam der 19-Jährige bereits etwas Spielzeit.

Die Thriller-Fans: Fans von Alfred Hitchcock, Stephen King oder Sebastian Fitzek kommen in der zweiten Liga voll auf ihre Kosten. Nur sechs Punkte trennen den Tabellenzweiten Osnabrück vom Vorletzten St. Pauli. Zum Vergleich: In der Bundesliga beträgt der Abstand zwischen den gleichen Tabellenplätzen bereits 13 Zähler. Zudem werden zahlreiche Spiele erst ganz spät entschieden. 44 von insgesamt 180 Toren fielen in der Schlussviertelstunde.

Die Wellenreiter: Das sind bislang die Teams aus Osnabrück, Fürth, Kiel und Paderborn, die dem HSV auf den Plätzen zwei bis fünf folgen und nicht unbedingt dort erwartet wurden. Paderborn verlor zum Auftakt zweimal, blieb zuletzt aber fünf Mal in Folge ungeschlagen.

Die Verlierer

Die Trainer in Würzburg: Dass Vereine den Trainer wechseln, wenn es nicht läuft, ist nichts Ungewöhnliches. Dass bei den Würzburger Kickers nach sieben Spieltagen aber bereits zwei Trainer ihren Hut nehmen mussten, ist schon eigenartig. Felix Magath, Chefstratege des Aufsteigers, hatte dem kürzlich entlassenen Marco Antwerpen zunächst eine Jobgarantie ausgesprochen, um nur drei Tage später nach der Entlassung zynisch zu betonen: „Er kann ja in Ruhe weiterarbeiten – halt woanders. Ich sehe da kein Problem.“ Nun soll Bernhard Trares die Kickers auf Kurs bringen.

Der Club: Ambitioniert waren sie gestartet, der Ausrutscher der Vorsaison mit dem haarscharf verhinderten Abstieg sollte vergessen werden. Aber auch in dieser Spielzeit hat der 1. FC Nürnberg die Wende bislang nicht geschafft. Wieder steht der Club auf Rang 16, wieder treibt ein möglicher Abstieg den Fans den Angstschweiß auf die Stirn. Dabei war die Mannschaft vor der Saison mit den Torjägern Manuel Schäffler und Pascal Köpke verstärkt worden – beide trafen bislang erst zweimal. Das größte Problem der Franken? Einzig beim 1:0-Sieg gegen Sandhausen sprang ein Sieg heraus. In allen weiteren Partien haben sie eine oder mehrere Führungen verspielt. Es gilt die alte Fan-Weisheit: „Der Club is a Depp.“

Die Strafraum-Sünder: Düsseldorf und Darmstadt sind in der unteren Tabellenhälfte zu finden. Und waren dort nicht unbedingt erwartet worden. Das liegt auch am Verhalten im eigenen Strafraum. Die Fortuna hat bereits fünf Elfmeter verursacht, die Lilien vier. (Björn Friedrichs und Maximilian Bülau)

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