Fußball-Bundesliga

„Ich bin an der Konsole unschlagbar“: Nils Stendera ist bei Bundesliga Home Challenge Kapitän der Eintracht 

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Bei der Bundesliga Home Challenge ist Nils Stendera der Kapitän der Eintracht Frankfurt (Symbolbild)

Auf sein erstes Spiel mit der Eintracht Frankfurt wartet Nils Stendera aus Kassel noch. Bei der Bundesliga Home Challenge ist er aber schon Kapitän.

  • Wegen der Corona-Krise finden derzeit keine Spiele der Fußball-Bundesliga statt.
  • Mit der Bundesliga Home Challenge wurde ein Alternativ-Wettbewerb auf der Playstation ins Leben gerufen.
  • Nils Stendera ist dabei Kapitän der Eintracht Frankfurt.

Die Bundesliga Home Challenge, der Alternativ-Wettbewerb zum echten Sport auf der PlayStation 4, ging am Sonntag (05.04.2020) in die zweite Runde. Nils Stendera war wieder als Kapitän der Eintracht Frankfurt im Einsatz. Wir haben mit dem 19-Jährigen über E-Sport, Corona und seinen Bruder gesprochen.

Herr Stendera, warum fiel die Wahl auf Sie?

Nicht viele aus unserer Mannschaft spielen Fifa, und ich bin an der Konsole unschlagbar im Team (lacht).

Wie viel Zeit verbringen Sie an der Konsole?

Mal mehr, mal weniger. Das hängt vor allem auch vom Trainingspensum ab. Bei zwei Trainingseinheiten am Tag beispielsweise bleibt nicht allzu viel Zeit für die Konsole. An freien Tagen greife ich dann aber gerne mal zum Controller.

Haben Sie ein Ziel für die Challenge?

Mein Ziel ist es natürlich, so viele Punkte wie möglich zu holen und meinen Verein bestmöglich zu repräsentieren.

Wer ist der bessere Spieler an der PlayStation – Ihr Bruder Marc oder Sie?

Mein Bruder und ich haben schon als Kinder zusammen Fifa gespielt. Damals hatte er klare Vorteile durch den Altersunterschied. Mittlerweile hat sich das Blatt aber gewendet – mein schnelles Umschaltspiel lässt ihn alt aussehen.

Wer ist der stärkste Gegner bei der Eintracht Frankfurt?

Wir haben nur ganz wenige Fifa-Spieler im Team. Außerdem bietet sich uns kaum die Gelegenheit dazu, unser Können an der Konsole zu messen. Bisher haben wir keine Fifa-Einheiten ins Trainingsprogramm integriert (lacht).

Was muss ein guter Spieler können?

Allgemein sollte man ein gewisses Interesse an Fußball haben, im besten Fall auch selbst spielen. Das verschafft einem einen besseren Überblick über das Spielfeld und schärft den Blick für sich anbietende Räume. Dazu sollte man aber auch ehrgeizig sein und sich ständig verbessern wollen.

Wie hat sich die Welt bei einem Fußball-Bundesligisten durch Corona verändert?

Die momentane Situation ist nicht nur für uns Fußballer, sondern für die gesamte Gesellschaft ungewohnt und schwierig. Sie fordert Maßnahmen und Anpassungen der Lebensgewohnheiten. Leider hatten wir auch in unserem Team Corona-Erkrankte. Deswegen mussten wir alle in den vergangenen zwei Wochen in Quarantäne leben. Das war zwingend notwendig, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Der Verein hat uns in dieser Zeit bestmöglich unterstützt. Unser Mannschaftskoch hat uns täglich frische Gerichte zubereitet, die wir nach Hause geliefert bekommen haben.

Wie gestaltet sich der Alltag?

Dadurch, dass wir nicht gemeinsam trainieren können, absolvieren wir täglich ein Home-Workout. Eine Fahrrad-Einheit und Krafttraining. Das haben unsere Athletiktrainer für uns zusammengestellt. Ansonsten nutze ich die Zeit durchaus auch für die eine oder andere Fifa-Partie.

Was sind Ihre sportlichen Ziele für die nähere Zukunft?

Ich wurde im Januar an der Leiste operiert, daher steht im Vordergrund, gesund und fit zu werden. Aber mein großes Ziel ist es natürlich, möglichst bald die Möglichkeit zu bekommen, mein erstes Bundesliga-Spiel bestreiten zu dürfen.

Wie sieht der Kontakt nach Kassel aus?

Ich habe regelmäßigen Kontakt zu meiner Familie und meinen Freunden und hoffe, dass ich sie alle bald wieder in Kassel besuchen kann.

Was wünschen Sie den Menschen in dieser Zeit?

Ich wünsche den Menschen, dass sie sich von dieser Pandemie nicht unterkriegen lassen. Wir müssen jetzt gemeinsam stark sein, um schnellstmöglich diese schwere Zeit hinter uns lassen zu können.

Zur Person: Nils Stendera aus Kassel spielt für die Eintracht Frankfurt

Nils Stendera (19) stammt aus Kassel und ist der jüngere Bruder von Marc Stendera, der ebenfalls beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt unter Vertrag stand und mittlerweile bei Hannover 96 in der zweiten Liga aktiv ist. Nils Stendera spielte bis 2014 in der Jugend des KSV Hessen Kassel, ehe er in die Nachwuchsabteilung von Frankfurt wechselte. Mittlerweile hat der defensive Mittelfeldspieler einen Profivertrag unterschrieben, wartet aber noch auf sein erstes Bundesliga-Spiel.

Von Maximillian Bülau

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