Eintracht Frankfurt

„Fall Hinteregger“: Kein Verstoß gegen NADA-Bestimmungen

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Mit unerlaubten Mitteln behandelt? Martin Hinteregger (mi.)

Die Anti-Doping-Agentur hat die Untersuchungen zum „Fall Hinteregger“ abgeschlossen.

Update, 23.08.2019, 13 Uhr: Wie die Anti-Doping-Agentur NADA mitteilt, gab es im "Fall Hinteregger" keinen Verstoß gegen die geltenden Bestimmungen. 

In einer Mitteilung heißt es: "Die NADA kommt zu dem Ergebnis, dass kein möglicher Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen vorliegt. Die Ermittlungen sind somit abgeschlossen." Und weiter: " Zur Bewertung des Sachverhalts analysierte die NADA die vorliegenden TV-Aufnahmen und begutachtete die vom Verein vorgelegten medizinischen Unterlagen zum Fall. Geprüft wurde die Vereinbarkeit der vorgenommenen medizinischen Behandlungen und verabreichten Stoffe mit den Anti-Doping-Bestimmungen, insbesondere der aktuellen Verbotsliste 2019 der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) [...] in der jeweils aktuellen und durch den DFB zur Anwendung gebrachten Fassung. Die in diesem Fall vorgenommene medizinische Behandlungsmethode ist mit dem aktuell gültigen Dopingreglement vereinbar. Das vom Verein angegebene Produkt ist ein Lebensmittel [...]

Die NADA stellt klar, dass die mediale Berichterstattung, die suggerierte, die NADA habe Eintracht Frankfurt oder den Spieler Martin Hinteregger in den Verdacht des Dopings oder Medikamentenmissbrauchs gebracht, unzutreffend ist. Die NADA und ihre handelnden Personen haben solche Äußerungen nicht in einen konkreten Zusammenhang mit der Eintracht Frankfurt und/oder dem Spieler Martin Hinteregger gestellt."

Ursprüngliche Meldung

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hat im Fall von Martin Hinteregger Ermittlungen aufgenommen. Der Abwehrspieler von Eintracht Frankfurt hatte beim 1:0-Sieg am Sonntag zum Bundesliga-Auftakt gegen die TSG Hoffenheim eine Viertelstunde vor Schluss einen Krampf im Oberschenkel erlitten. Zunächst sah es danach aus, als ob der 26-jährige Innenverteidiger nicht weiterspielen könne.

Nach eigenen Angaben hatte Hinteregger nach der Verletzung „eine Nadel gesetzt“ bekommen. Anschließend soll der Österreicher außerdem eine Tablette eingenommen haben.

Eintracht siegt dank Hintereggers frühem Tor

Hinteregger hatte nach weniger als einer Minute und infolge einer Ecke das 1:0 für die Eintracht erzielt. Der Publikumsliebling lieferte danach eine ordentliche Partie ab und war einer der Gründe, warum die Frankfurter Defensive die frühe Führung über das ganze Spiel verteidigen konnte.

Was die Prüfung der Kommission für Hinteregger und die Wertung des Spiels bedeutet, ist bislang unklar. „Die NADA hat die Szene am vergangenen Spieltag wahrgenommen und prüft den Sachverhalt nun“, sagte NADA-Vorstand Lars Mortsiefer und bestätigte damit einen Bericht der Süddeutschen Zeitung. 

Dazu habe die Agentur Kontakt zum DFB und zu dem entsprechenden Verein aufgenommen. „Bis zum Abschluss der Prüfung geben wir hierzu keine weitere Auskunft“, so Mortsiefer.

Eintracht Frankfurt weist Vorwürfe zurück

Nach der Behandlung von Hinteregger und seinen Aussagen im Anschluss an das Spiel war der Verdacht aufgekommen, der Schütze des einzigen Tores der Partie könnte mit unerlaubten Mitteln behandelt worden sein. Damit hätte er gegen die Anti-Doping-Richtlinien verstoßen.

Eintracht Frankfurt wies die Vorwürfe vehement zurück. „Hier wird ein Thema aufgeblasen, was keins ist“, erklärte ein Klub-Sprecher auf Anfrage. „Martin Hinteregger wurde akupunktiert - das hat den Krampf gelöst“, hieß es. Danach habe Hinteregger Kohlenhydrate und Magnesium erhalten, „was ja in diesem Fall üblich ist“, wie der Klub ergänzte.

Sollte es sich bei der Nadel tatsächlich um eine Akkupunktur handeln, muss Hinteregger wohl keine Konsequenzen fürchten. Anders würde es sich verhalten, wenn sich der Österreicher eine Injektion hat verabreichen lassen. Injektionen ab einer bestimmten Menge sind - unabhängig von den Wirkstoffen des Präparats - laut internationaler Doping-Richtlinien nur unter Auflagen erlaubt. (dil/sid)

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