Spiel beim SC Freiburg

Eintracht mit 0:0, Videobeweis und Boateng-Premiere

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Eintracht-Neuzugang Kevin Prince-Boateng durfte für die letzten 25 Minuten im Spiel gegen Freiburg ran. Foto: Patrick Seeger

Nach dem 0:0 zum Bundesliga-Auftakt hat der SC Freiburg ein kniffliges Programm vor sich. Eintracht Frankfurt bereitet sich auf Wolfsburg vor. Kevin-Prince Boateng will sich nach seiner Premiere bei den Hessen einfinden - und blickt positiv in die Zukunft.

Freiburg (dpa) - Ein zurecht aberkanntes Tor nach einem Videobeweis und der Einstand von Kevin-Prince Boateng standen im Blickpunkt der Begegnung zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt. Am Ende nahmen beide Clubs beim 0:0 einen Punkt vom 1. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit.

"Wir hätten als Sieger vom Platz gehen können - oder müssen", sagte Frankfurts Trainer Niko Kovac. Letzteres sah sein Freiburger Kollege Christian Streich anders: "Ich finde, es hätte 1:0 für Frankfurt und 1:0 für uns ausgehen können."

DER VIDEOBEWEIS: Eintrachts neuer Verteidiger Simon Falette vergab eine riesige Möglichkeit per Kopfball - im Gegenzug dachten die Freiburger, sie wären dank Tim Kleindienst in Führung gegangen. Der Videobeweis stellte klar, dass Vorlagengeber Florian Niederlechner im Abseits gewesen war. Die Frankfurter waren froh, dass die Technik funktionierte. Freiburgs Kapitän Julian Schuster räumte ein, sich erst einmal an den Videobeweis gewöhnen zu müssen. "Es ist schon nicht ohne für die Spieler, weil es emotional ungewohnt ist", sagte Streich. "Ich hoffe, dass es nächste Woche dann umgekehrt ist."

DER RÜCKKEHRER: Pfiffe ertönten von den Rängen, als Kevin-Prince Boateng bei seinem Einstand für die Eintracht zwei Tage nach seiner Unterschrift für die letzten rund 25 Minuten ran durfte. Entscheiden konnte auch er die Partie nicht. "Ich werte das als Wertschätzung ihm gegenüber. Wenn ein Spieler solcher Qualität aufläuft, glaube ich, dass die Zuschauer gedacht haben, er kann noch mal den Umschwung bringen", sagte Kovac über die Pfiffe, reagierte aber generell mit Unverständnis. Mittelfeldspieler Boateng war in der Bundesliga zuletzt im Mai 2015 für den FC Schalke 04 zum Einsatz gekommen.

DIE ZUKUNFT: Das anstehende Programm der Freiburger hat es in sich: In Leipzig, zuhause gegen Borussia Dortmund, dann nach Leverkusen. "Wir haben keine Angst", sagte Streich zum nächsten Auswärtsspiel. Sein Kapitän Julian Schuster will sich das 2:0 des FC Schalke 04 gegen RB zum Vorbild nehmen. Die Hessen empfangen am Samstag die Wolfsburger, die mit einer Niederlage gegen Dortmund gestartet waren. Dann müssen sie nach Gladbach und stehen am vierten Spieltag Augsburg gegenüber. "Wir können positiv nach vorne schauen. Wenn wir unsere Chancen nutzen, können wir viel erreichen", sagte Boateng bei Sky.

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