2. Fußball-Bundesliga: Braunschweig ist nach einem 1:0-Efolg über Nürnberg erstmals auf Aufstiegsrang

Eintracht weiter auf Klettertour

Braunschweig. Einmal gelernte Fußball-Lieder vergisst kein echter Fan – schon gar nicht in Braunschweig. So fühlte man sich ungefähr 18 Monate zurückversetzt, als am Montagabend die als besonders enthusiastisch geltenden Fans in der Südkurve des Eintracht-Stadions dieses markante Lied anstimmten. Wohin das damals führte, ist bekannt: In die Bundesliga – wenn auch nur für eine Saison. Jetzt spekulieren in Braunschweig schon wieder viele auf die 1. Liga. Nach dem 1:0 (1:0) gegen Mitabsteiger 1. FC Nürnberg ist dies jedenfalls keine Utopie mehr.

Mit dem fünften Sieg in Serie hat sich das Team von Trainer Torsten Lieberknecht auf den zweiten Platz vorgeschoben – ein direkter Aufstiegsplatz. Zum Tabellenachten Karlsruher SC, wo Braunschweig am kommenden Sonntag antreten muss, sind es jedoch nur zwei Zähler Vorsprung. Eintracht hat den Kampf um die ersten drei Plätze noch spannender gemacht!

Nielsens siebtes Saisontor

Maßgeblich daran beteiligt ist bei den Blau-Gelben die „Norwegen-Power“. Allen voran Harvard Nielsen. Der Blondschopf, liebevoll „Howie“ genannt, sorgte mit seinem siebten Saisontor in der 38. Minute für den achten Saisonsieg. „Wir sind als Team in einem guten Zustand“, meinte Nielsen. „Das war das vierte oder fünfte Tor, das ich so erzielt habe.“ Nach Zuspiel des Norwegers Vegar Hedenstad passte Hendrick Zuck in die Mitte, wo „Howie“ flach ins lange Eck vollendete. So einfach kann Fußball sein!

Bei drei Grad unter Null mussten sich die 21 515 Fans danach aber warmsingen. Denn ein Feuerwerk an Torchancen war die von beiden Team laufintensiv geführte Partie nicht. Ryu, der bis Ende des Jahres von Leverkusen ausgeliehene Südkoreaner, hatte nach 59 Minuten noch die beste Braunschweiger Chance zum 2:0. Gegen harmlose Nürnberger begann danach aber das große Zittern – mit anschließendem Siegesjubel.

„Wir haben aber gut verteidigt, wenig Möglichkeiten für Nürnberg zugelassen“, meinte Trainer Lieberknecht, der vor der aktuellen Erfolgsserie erstmals auch Gegenwind gespürt hatte. „So ein Lauf wie jetzt hilft enorm nach unserem holprigen Anfang“, sagte Eintracht-Dauerläufer Raffael Korte nach dem Zittersieg. „Das fühlt sich gut an, aber wir haben keinen Grund abzuheben.“

Und Lieberknecht wäre nicht Lieberknecht, wenn er nach dem Schlusspfiff nicht gleich wieder auf die Bremse treten würde. „Wir wollen eine stabile Saison spielen. Uns erwartet jetzt ein extrem schweres Spiel in Karlsruhe, das wird wieder höllisch eng.“ Fest steht aber: Eintracht Braunschweig und der Traum von Liga 1: In der Saison 2014/15 vielleicht gar nicht so abwegig! (gsd)

Von Helmut Anschütz

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