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Top 5 des Königsklassen-Mittwochs: Elfer-Wirrwarr hier, Elfer-Killer da

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Von: Maximilian Bülau, Björn Mahr

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Randal Kolo Muani.
Glückliche Frankfurter: Randal Kolo Muani (vorn) feiert hier seinen Treffer zum 2:1 gegen Olympique Marseille. © Sebastian Gollnow/dpa

Die Gruppenphase der Fußball-Champions-League ist auf der Zielgeraden. Der fünfte Spieltag ist vorbei, in der kommenden Woche stehen die letzten Partien an.

Doch dieser Mittwoch war erfolgreich. Er war kurios. Er war teils unübersichtlich. Wir fassen die Geschichten in einer Top 5 zusammen.

1. Die Spaßmacher: Eintracht Frankfurt darf nach dem 2:1-Sieg gegen Olympique Marseille weiter darauf hoffen, dass es in der Champions League überwintert – und eben nicht in die Europa League abrutscht oder ganz ausscheidet. So wie die Südhessen ihre Tore gegen die Franzosen herausspielten, ist es ihnen zu wünschen, dass sie noch einige Auftritte in dieser Saison in der Königsklasse haben werden. Vor dem 1:0 von Daichi Kamada, der aus zentraler Position überlegt ins rechte Eck traf, hatte Evan N’Dicka in die Mitte gepasst und Jesper Lindström den Ball klug für den Japaner durchgelassen. Vor dem 2:1 spielte Randal Kolo Muani gekonnt einen Doppelpass mit Mario Götze. Das hat Spaß gemacht beim Zuschauen.

2. Die Souveränen: Das Wiedersehen mit den alten Kollegen war für Robert Lewandowski keine Freude. Der Pole verlor mit dem FC Barcelona 0:3 gegen seinen Ex-Klub FC Bayern. Und die ersten beiden Treffer der souverän aufspielenden Münchener gingen ausgerechnet auf das Konto eben jener Stürmer, die Lewandowski ersetzen sollen. Erst überwand Sadio Mané den deutschen Schlussmann Marc André ter Stegen, dann brachte auch Eric Maxim Choupo-Moting dieses Kunststück fertig. Zu beiden Treffern gab Serge Gnabry die Vorarbeit. Den Schlusspunkt setzte Benjamin Pavard. Wer die Vorarbeit leistete? Na klar, Gnabry. Nach fünf Siegen in fünf Spielen hat die Elf von Julian Nagelsmann den Gruppensieg schon vor dem letzten Spieltag sicher. Barcelona ist dagegen bereits sicher ausgeschieden und in die Europa League abgestiegen.

3. Das kuriose Ende: Wer die Partie von Bayer Leverkusen bei Atletico Madrid in einem Liveticker verfolgte, der bekam um kurz vor 23 Uhr die Nachricht: 2:2 – Spiel beendet. Allerdings erhielt der Unparteiische Clement Turpin kurz nach seinem Abpfiff noch eine Information vom Videoschiedsrichter, der ein Handspiel von Leverkusens Piero Hincapié im Strafraum erkannte. Jetzt wurde es kurios. Turpin schaute sich die Szene selbst noch einmal an und entschied auf Elfmeter. Die große Chance zum 3:2 vergab aber Yannick Carrasco – er scheiterte an Torwart Lukas Hradecky. Einen Abpraller köpfte Saul Niguez noch an die Latte. Für Atletico und Bayer geht es am letzten Spieltag nur noch um einen Platz in der Europa League.

4. Die Unschlagbaren: Die Bayern haben bislang alle Partien in der Königsklasse gewonnen. Das einzige Team, das da mithalten kann? Der SSC Neapel. Weil die Italiener das Hinspiel gegen Liverpool 4:1 gewannen, wird das Duell um den Gruppensieg kommende Woche wohl nicht allzu brisant. Der 3:0-Erfolg gegen die Glasgow Rangers war der zwölfte  Pflichtspielsieg in Serie – Rekord. Die vorherige Bestmarke war noch zu Maradona-Zeiten aufgestellt worden. Giovanni Simeone – Sohn von Atletico-Coach Diego Simeone – traf dabei doppelt. Ganz unterschiedliche Gefühlswelten also im Hause der Argentinier.

5. Der Unüberwindbare: Es wurde kurios in Brügge. Kurz nach der Pause bekam das Heimteam gegen Porto einen Elfmeter. Zunächst trat Hans Vanaken an, scheiterte an Diogo Costa. Der Versuch wurde wiederholt, weil ein Portugiese zu früh losgelaufen war. Aber auch Noa Lang vergab, Costa hielt. Es war der vierte Elfer in Folge in der Königsklasse, den er parierte. (Maximilian Bülau und Björn Mahr)

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