Enke-Buch in Hannover vorgestellt

Ronald Reng beid er Buchpräsentation von " Robert Enke. Ein allzu kurzes Leben")

Hannover - Ein Jahr nach dem Tod von Robert Enke sorgt der Suizid des früheren Fußball-Nationaltorwarts für kontroverse Diskussionen zum Thema Depression.

 Für Enkes Manager Jörg Neblung und Buch-Autor Ronald Reng (“Robert Enke. Ein allzu kurzes Leben“) ist die Frage, ob das Leben des erkrankten Profis von Hannover 96 hätte gerettet werden können, nicht klar zu beantworten. “Es ist verletzend bis traurig, wenn solchen Diskussionen in der Öffentlichkeit geführt werden. Das zeugt von großen Unverständnis über die Krankheit“, erklärten sie bei einer Buch-Präsentation am Donnerstagabend in Hannover.

Beide gingen auf Distanz zu 96-Präsident Martin Kind. Der hatte am 10. Oktober im NDR-Fernsehen erklärt, dass bei einem Outing des persönlichen Umfelds von Enke möglicherweise der Freitod hätte verhindert werden können. “Ich denke, hätten sie anders gehandelt, hätte man vielleicht andere Optionen haben können, vielleicht sogar, dass Robert Enke heute noch leben würde“, hatte Kind argumentiert. Dies sei aber nicht als Vorwurf an die Witwe Teresa Enke zu verstehen, betonte der Clubchef danach.

Bilder: Die bewegende Andacht für Robert Enke

Bilder: Die bewegende Andacht für Robert Enke
Michael Ballack © ap
Bilder: Die bewegende Andacht für Robert Enke
Bundestrainer Löw auf dem Weg in die Kirche © ap
Bilder: Die bewegende Andacht für Robert Enke
Oliver Bierhoff, Jogi Löw und Michael Ballack © ap
Bilder: Die bewegende Andacht für Robert Enke
Andreas Köpke umarmt die Witwe von Robert Enke © ap
Bilder: Die bewegende Andacht für Robert Enke
DFB-Präsident Zwanziger kondoliert Teresa Enke. © ap
Michael Ballack und Teresa Enke © ap
Jogi Löw entzündet eine Kerze... © ap
Bilder: Die bewegende Andacht für Robert Enke
Pfarrer Heinrich Plochg hält während der Andacht die Torwarthandschuhe von Robert Enke © ap
...sowie hunderte Fans in der Kirche © ap
Die Marktkirche in Hannover © dpa
Michael Ballack entzündet eine Kerze © dpa
Kampft gegen die Tränen: Oliver Pocher © ap
Bilder: Die bewegende Andacht für Robert Enke © ap
Bilder: Die bewegende Andacht für Robert Enke © dpa
Ein Meer aus Kerzen steht vor der AWD-Arena, wo am Sonntag ab 11 Uhr auch eine Gedenkveranstaltung für Robert Enke stattfinden wird. © dpa
Tausende Menschen gehen während des Trauermarsches in Hannover vor dem erleuchteten Rathaus entlang. © dpa
Bilder: Die bewegende Andacht für Robert Enke © dpa
Bilder: Die bewegende Andacht für Robert Enke © dpa
Bilder: Die bewegende Andacht für Robert Enke © dpa
Bilder: Die bewegende Andacht für Robert Enke © dpa

“Diese Frage braucht Herr Kind nicht in der Öffentlichkeit zu stellen. Die haben wir uns immer wieder gestellt“, erklärte Neblung. Er wusste ebenso wie Enkes Frau über die Krankheit Bescheid, die im Spätsommer 2009 zum zweiten Mal bei dem Nationalspieler ausbrach. Obwohl Enke seinen Arzt informierte, konnte auch dieser den tragischen Tod nicht verhindern. “Robert Enke war weiter als die meisten Depressiven. Das zeigt die gigantische Schrecklichkeit der Krankheit“, erklärte der mit Enke befreundete Reng, der erst nach dem Tod von der Krankheit erfuhr.

Enkes ersten Todestag am 10. November wollen Neblung und Reng in dem kleinen Ort Empede bei Hannover verbringen. Dort lebt Teresa Enke und dort ist auch ihr Mann begraben. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will am Grab einen Kranz niederlegen, Hannover 96 wird sich laut Kind der DFB-Delegation anschließen.

dpa

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