Leipzig verliert Spektakel in Manchester, BVB gewinnt 2:1

Schnellcheck zum Champions-League-Mittwoch: Erst das Lob, dann das Gegentor

Nordi Mukiele.
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Das gibt es doch nicht: Leipzigs Nordi Mukiele (vorn) ärgert sich über sein kurioses Eigentor.

Weiter geht’s mit Champions-League-Fußball: Nach dem FC Bayern und Wolfsburg starteten auch Borussia Dortmund und RB Leipzig in die neue Königsklassen-Saison.

Wie sich die deutschen Teams schlugen? Sie erfahren es in unserem Schnellcheck.

Wie lautet das Fazit aus deutscher Sicht nach dem ersten Spieltag?

München hat am Dienstag gewonnen, Wolfsburg 0:0 gespielt. Auch der BVB blieb am frühen Abend ungeschlagen, siegte bei Besiktas Istanbul 2:1. RB Leipzig trübte die Bilanz. Das 3:6 bei Manchester City kam aber zumindest nicht unglaublich überraschend.

Viermal war der BVB in europäischen Wettbewerben in Istanbul zu Gast, viermal gab es einen Sieg. Wie präsentierte sich Dortmund diesmal in der türkischen Millionenmetropole?

Auch diesmal nahm die Auswärtsreise nach Istanbul einen positiven Ausgang. Dortmund konnte sich dabei vor allem auf zwei Jungstars verlassen: Jude Bellingham brachte den BVB in Führung (20.) und avancierte damit zum jüngsten Spieler, der in zwei Königsklassen-Einsätzen in Folge traf. Der 18-Jährige löste Kylian Mbappé von Paris ab. Doch nicht nur Bellingham glänzte, auch Tormaschine Haaland tat das – wie so oft in der Champions League: Sein Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 (45.+3) war bereits sein 21. im erst 17. Königsklassen-Spiel.

Klingt nach einem fröhlichen Abend für den BVB. Gab es auch Ärger?

Der späte Gegentreffer durch Francisco Montero (90.+4) war unnötig, aber zu verkraften. Für deutlich mehr Aufruhr sorgte das neue BVB-Trikot. Schon vor dem Spiel beschwerten sich die Fans im Internet über das fehlende Vereinswappen auf dem Shirt. Gegen Besiktas lief die Mannschaft dann doch mit BVB-Logo auf der Brust auf. Allerdings war dieses stark verblasst und kaum sichtbar.

Wie deutlich waren die Leipziger in Manchester zu sehen?

Der Auftakt, diese erste Halbzeit der späteren Mittwochspiele der Champions League hatte es ohnehin in sich. Sechs Spiele, 13 Tore bis zur Pause – und in zwei Duellen stand es da sogar noch 0:0. Spektakel. Und leider – das muss man aus Sicht der Leipziger wohl sagen – auch in Manchester. 16. Minute. Eckball. Nathan Aké trifft zur Führung für City. Dann wird es kurios: Flanke von rechts, Nordi Mukiele per Flugkopfball, erwischt den Torhüter auf dem falschen Fuß, drin. Problem: Es ist der eigene Keeper Péter Gulacsi, den Mukiele da düpiert. 0:2 nach 28 Minuten. Und kurz vor der Pause dann auch noch das: Lukas Klostermann bekommt im eigenen Strafraum einen Kopfball aus kurzer Distanz an den Arm, Handelfmeter. Riyad Mahrez verwandelt eiskalt (45.+2).

Hatte RB denn gar nichts entgegenzusetzen?

Doch, doch. Christopher Nkunku hatte noch in der ersten Hälfte per Kopf einen schönen Angriff zum kurzzeitigen 1:2 vollendet. Und in der zweiten Hälfte war gerade die sechste Minute angebrochen, da flankte Dani Olmo, und wieder war es Nkunku, der per Kopf zur Stelle war. Auf einmal nur noch 2:3.

Also alles offen: Ausgleich oder Rückschlag?

Zunächst einmal gab es den nächsten Rückschlag durch Jack Grealish (56.). Dann aber wieder Nkunku. Aus spitzem Winkel verkürzte der Franzose erneut (74.). 3:4. Aber nur eine Minute später: Joao Cancelo aus der Distanz – 3:5. Unglaublich. Dass Angelino noch Gelb-Rot sah, wurde zur Nebensache. Ebenso wie das 3:6 durch Gabriel Jesus (85.).

Mal was ganz anderes: Wie schlug sich eigentlich Debütant Tiraspol?

Der Sheriff ist in der Königsklasse: Erstmals nimmt der moldauische Meister am wichtigsten europäischen Klubwettbewerb teil. Das erste Spiel lief gleich erfolgreich: 2:0 gewann Sheriff Tiraspol gegen Schachtjor Donezk – Premiere geglückt.

Wie war die Übertragung im TV?

„Ich hatte mir eigentlich gerade vorgenommen, Leipzig zu loben“, sagte Dazn-Kommentator Michael Born nach Manchesters erstem Treffer. Nach Mukieles Eigentor sagte er: „Vorhin habe ich ihn noch gelobt.“ Wir würden die TV-Übertragung ja jetzt loben, haben aber Angst, dass das nach hinten losgeht. (Maximilian Bülau und Pascal Spindler)

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