Borussia Dortmund ist nicht das erste Bundesliga-Team

Erst obenauf, dann abgestürzt: Diese Mannschaften traf es schon

Hat schon viele Krisen erlebt: Der Argentinier Javier Pinola spielt seit 2005 für den 1. FC Nürnberg und ist mit seinem Klub bereits zweimal abgestiegen. Foto: dpa

Kassel. Borussia Dortmund kommt in der Bundesliga einfach nicht in Tritt. Das Team von Jürgen Klopp steht derzeit auf dem letzten Tabellenplatz. Es ist nicht das erste Mal, dass eine Mannschaft in der Liga böse abstürzt.

Wir haben aus den Archiven bemerkenswerte Leistungseinbrüche der Bundesliga-Geschichte zusammengetragen.

Die Abstiegsmeister  

Der 1. FC Nürnberg ist mit 15 Auf- und Abstiegen nicht nur der Inbegriff der Fahrstuhlmannschaft, sondern hat auch den bemerkenswertesten Einbruch der Bundesliga-Historie hingelegt. Nachdem der Club im Jahr 1968 den Meistertitel gefeiert hatte, stiegen die Franken in der Folgesaison sang- und klanglos ab. Ein Punkt fehlte Nürnberg am Ende zum rettenden 16. Platz – auf dem landete damals: Borussia Dortmund.

Ähnlich erging es dem Club in der Saison 2007/08: Nachdem die Franken in der Vorsaison den DFB-Pokal gewonnen und den sechsten Tabellenrang erkämpft hatten, durften sie sogar in der Europa League ran. Dort war in der ersten Runde Schluss – und auch in der Liga bekamen die Nürnberger kein Bein auf den Boden. Lediglich sieben Siege gab es für die Franken – die wenigsten aller Klubs. Am Ende stand Rang 16 und der bittere Gang in Liga zwei.

Die Traumtänzer 

Hilflos: Unter Christoph Daum stieg Eintracht Frankfurt ab.

Die Bundesliga-Hinrunde der TSG Hoffenheim im Jahr 2008 kam für den finanzstarken Aufsteiger einem Fußball-Traum gleich: Vedad Ibisevic erzielte in 17 Spielen 18 Tore und schoss die Kraichgauer damit zur Herbstmeisterschaft. Klub und Spieler träumten daraufhin bereits von Meistertitel und Champions League.

Doch es kam anders: Ibisevic riss sich im Januar 2009 das Kreuzband und fiel die komplette Rückrunde aus. Hoffenheim blieb vom 19. bis 30. Spieltag ohne Sieg in der Liga. Am Ende stürzte die TSG von der Tabellenspitze auf Platz sieben ab und verpasste sogar die Europa-League-Ränge. Der Traum war ausgeträumt.

Die Königsblaue Flaute 

Der FC Schalke 04 ging als Vizemeister in die Saison 1972/73, stolperte aber von einer Niederlage zur nächsten. Am Ende landeten die Knappen auf dem 15. Tabellenplatz und konnten den Abstieg nur knapp verhindern.

Die fluglahmen Adler 

Eintracht Frankfurt belegte in der Saison 2010/11 nach der Hinrunde noch den siebten Tabellenplatz, die Europa League schien in greifbarer Nähe. In der Rückrunde jedoch stürzten die Adler ab, holten nur noch einen Sieg – und stiegen unter Christoph Daum als Vorletzter ab.

Die Krisenbayern 

Konnte mit 23 Toren den Absturz der Bayern in der Saison 1974/75 nicht verhindern: Torjäger Gerd Müller.

Auch der Deutsche Rekordmeister Bayern München hat in der Bundesliga bereits die eine oder andere Krise durchlebt. Den wohl bemerkenswertesten Einbruch erlebten die Münchner in der Saison 1974/75. Im Jahr zuvor hatten sich die Bayern den dritten Meistertitel in Folge gesichert, auch den Europapokal der Landesmeister holten sie nach München. Während sie letzteren verteidigen konnten, lief in der Liga jedoch überhaupt nichts nach Plan.

Am ersten Spieltag setzte es gegen Kickers Offenbach eine 0:6-Klatsche, am Saisonende standen 14 Niederlagen und ein enttäuschender zehnter Tabellenrang zu Buche. Es folgte eine fünfjährige Durststrecke ohne Meistertitel.

Von Anton Kostudis

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