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Was war denn da los? Erst wird es dunkel, dann ist da ein großes Loch

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Von: Maximilian Bülau

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Fans im Ernst-Happel-Stadion in Wien.
Nur die Fans sorgten zeitweise für Licht: Das Ernst-Happel-Stadion in Wien war am Montagabend von einem Stromausfall betroffen. © Imago/ Gepa Pictures

Es war das Topspiel in der Nations-League-Gruppe A am Montagabend, denn sowohl die Österreicher (3:0 gegen Kroatien) als auch die Dänen (2:1 gegen Frankreich) hatten ihre Duelle am ersten Spieltag gewonnen.

Doch der Fußball geriet im Ernst-Happel-Stadion in Wien zeitweise in den Hintergrund – auch, weil zunächst gar nicht angepfiffen werden konnte. Als dann abgepfiffen wurde, tat sich am Mittelkreis ein großes Loch auf. Wir fragen: Was war denn da los?

Im zweiten Gemeindebezirk in Wien kam es am Montagabend zu einem großflächigen Stromausfall. Von etwa 20 Uhr an war die Stromversorgung für etwa eine Stunde weg. Die Partie zwischen Österreich und Dänemark hätte um 20.45 Uhr beginnen sollen. Doch nicht nur das Ernst-Happel-Stadion war betroffen, sondern auch der Wiener Prater. Der fehlende Strom sorgte so vielerorts für besondere Bilder.

Während die Partie mit 90 Minuten Verzögerung angepfiffen wurde – die Flutlichtmasten brauchten nach dem Stromausfall eine gewissen Zeit, um wieder hochzufahren – hielten sich die Fußballer auf dem Rasen in Bewegung. Die Fans auf den Rängen allerdings auch.

Zunächst sorgten sie mit der Taschenlampen-Funktion ihrer Handys für Konzert-Atmosphäre. Als der Stadionsprecher dann den „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauss senior einspielte, wurde ordentlich mitgeklatscht. Als der Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss junior lief, bewegte sich eine La-Ola-Welle aus Handy-Lichtern durchs Stadion. Eine einzigartige Szenerie.

Fußball wurde dann tatsächlich auch noch gespielt. Das Warten hatte sich am Ende zumindest für die österreichischen Fans allerings nicht gelohnt. Denn die Dänen reisten mit einem 2:1-Erfolg im Gepäck aus Wien ab und brachten Neu-Trainer Ralf Rangnick somit in seinem zweiten Spiel die erste Niederlage bei. Den Führungstreffer von Pierre-Emil Höjbjerg (28.) hatte der Wolfsburger Xaver Schlager nach einem Patzer von Dänemarks Keeper Kasper Schmeichel zwar noch ausgeglichen (67.). Doch Jens Stryger Larsen traf zum Endstand sechs Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit.

Als diese schließlich vorbei war, lief der Strom immer noch, dafür machten einige Spieler eine mysteriöse Entdeckung nahe des Mittelkreises. Wie ein kleiner Krater hatte sich eine Öffnung gebildet, in dem der halbe Unterschenkel des dänischen Stürmers Andreas Skov Olsen verschwinden konnte, wie Bilder in den Sozialen Medien zeigen. Verletzt wurde durch das Loch glücklicherweise niemand. Experten gehen davon aus, dass sich die Öffnung gebildet hat, weil es in Wien von Sonntag auf Montag stark geregnet hatte. (Von Maximilian Bülau)

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