2:1-Erfolg nach Rückstand

Schnellcheck zum WM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Rumänien: Erstes Gegentor, nächster Sieg

Serge Gnabry.
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Deutscher Torschütze: Serge Gnabry jubelt nach dem 1:1.

WM-Qualifikation mit Fußball-Bundestrainer Hansi Flick – das bedeutete bislang: Siege am Fließband, jede Menge Tore und keine Gegentreffer.

Ob sich der positive Trend im Heimspiel der DFB-Elf in Hamburg gegen Rumänien bestätigte, verrät unser Schnellcheck.

Hieß es denn auch diesmal wieder für die deutsche Mannschaft „zu Null“?

Nein, so viel sei schon einmal verraten. Allerdings musste Flick auch auf Manuel Neuer verzichten, der wegen Adduktorenproblemen ausfiel, für ihn stand Marc-André ter Stegen in der Startelf.

Wie viel bekam ter Stegen zu tun?

Mehr, als ihm lieb sein konnte. In der neunten Minute musste er sich bei einem Schuss von Ianis Hagi geschlagen geben. Dem Treffer ging ein Beinschuss des Sohnes von Gheorghe Hagi gegen Antonio Rüdiger voraus.

Passte der Rückstand zum Spielverlauf?

Sagen wir es mal so: Die Rumänen deuteten ihre Qualitäten durchaus in der Umschaltbewegung an. Wie in Minute neun. Aber die Deutschen hatten insgesamt mehr vom Spiel und bauten auch gehörigen Druck auf. Speziell über die rechte Seite mit Serge Gnabry und Jonas Hofmann. Nur: Etliche Pässe blieben in der vielbeinigen Hintermannschaft der Gäste hängen. Oder: Das DFB-Team agierte zu umständlich. Solche mutigen Abschlüsse wie in der 33. Minute, als Marco Reus Torwart Florin Nita zu einer Glanztat zwang, gab es zu selten.

Gab es einen Aufreger?

Ja – und das schon früh im Spiel: Stürmer Timo Werner ging nach einem Zweikampf mit Andrei Burca zu Boden (5.). Zunächst entschied der Unparteiische Cüneyt Cakir auf Strafstoß. Nachdem sich der Türke die Szene aber noch einmal auf dem Monitor angesehen hatte, nahm er die Entscheidung mit drei Minuten Verzögerung zurück. Zum Leidwesen der deutschen Fans.

Mussten sich die Freunde des DFB-Teams denn auch im zweiten Abschnitt weiterhin aufregen?

Das Bild auf dem Feld veränderte sich nicht: Deutschland drückte, Rumänien setzte Nadelstiche. Doch die Aufregung wechselte spätestens in der 52. Minute zu Begeisterung. Reus legte ab, ein Kontakt von Gnabry, Abschluss – Tor. Die leidenschaftlich verteidigenden Gäste waren einmal geknackt.

Reichte es noch für mehr?

Flicks Spieler wollten mehr. Die Rumänen hatten einen 45-minütigen Trip im eigenen Strafraum gebucht – so schien es. Doch wieder einmal tat sich das DFB-Team schwer gegen einen tief stehenden Gegner. Ein Mittelstürmer hätte dem Spiel gutgetan. Doch dann brachte Flick Thomas Müller. Es gab eine Ecke. Leon Goretzka verlängerte. Und am zweiten Pfosten lauerte dann eben dieser Müller, traf zum 2:1 (81.). Der Endstand.

Wie war die Übertragung bei RTL?

RTL? Ja, wirklich! Wir hatten den Streamingdienst Dazn schon gestartet, bei Sky geschaut, sind dann auf Amazon Prime Video gewechselt. Aber Länderspiele gibt es ja tatsächlich noch im herkömmlichen, frei empfangbaren Fernsehen. Ohne Internet und Bezahlschranke. Toll.

Da machte es dann auch nichts, dass sich Kommentator Marco Hagemann zusammen mit Steffen Freund dem Niveau des deutschen Teams anpasste: Gute Ansätze, aber die Pointe fehlte häufig. Freund stellte immerhin nach dem 1:1 fest: „Es freut mich, dass Gnabry einfach mal abzieht aus 18 Metern. Da brauchst du die Abwehr nämlich nicht mehr auszuspielen.“ Clever. Freund und Gnabry. (Maximilian Bülau und Björn Mahr)

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