Union trifft erstmals

Erstes Tor, erstes Gelb, erste Berührung: Ein Wochenende der Premieren in der Fußball-Bundesliga

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Große Freude: Union Berlins Spieler (von links) Grischa Prömel, Torschütze Sebastian Andersson und Robert Andrich. 

Kassel – Am zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga gab es die eine oder andere Neuheit zu bestaunen. Okay, zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison mag das nicht verwundern. Dennoch lohnt sich ein Blick auf ein Wochenende der Premieren. Eine Auswahl:

Das erste Tor: Dass das irgendwann passieren würde, war abzusehen. Erstmals in der Geschichte des Vereins ist Union Berlin in die Bundesliga aufgestiegen. Und irgendwann mussten die Eisernen ja auch ihr erstes Tor in dieser Spielklasse erzielen. Zum Auftakt gegen Leipzig gelang das noch nicht. Nun war es aber so weit. Und das erste sollte auch gleich ein ganz wichtiges Tor sein.

Die Berliner lagen in Augsburg bei einem vermeintlichen Abstiegskonkurrenten seit der 59. Minute 0:1 zurück. Ruben Vargas – Neuzugang aus der Schweiz – hatte die Augsburger mit seinem Premieren-Treffer in Führung gebracht. Doch dann kam die 80. Minute.

Dann kam Sebastian Polter, der einen Fehler von Tin Jedvaj nutzte, querlegte und Sebastian Andersson musste nur noch einschieben. Polter und Andersson waren Minuten zuvor im Doppelpack eingewechselt worden. Am Ende reichte dieser Treffer für den ersten Punkt von Union. Und das obwohl Keven Schlotterbeck drei Minuten später auch noch die erste Rote Karte in der Bundesliga-Geschichte der Berliner sah.

Das erste Gelb: Auch in Paderborn wurde Geschichte geschrieben. Dank größerer Effizienz gewann dort der SC Freiburg 3:1 und ist damit erstmals mit zwei Siegen in eine Saison gestartet. Die Treffer für die Gäste erzielten Luca Waldschmidt per Elfmeter (21.), Nils Petersen (40.) und Chang-Hoon Kwon. Streli Mamba hatte die Paderborner in Führung gebracht (3.).

Außerdem übernahm Steffen Baumgart die Hauptrolle in einer weiteren Premiere. Der Paderborner Coach ist der erste Trainer der Bundesliga-Historie, der eine Gelbe Karte sah. Kurz vor der Pause beschwerte sich Baumgart bei Schiedsrichter Tobias Welz zu heftig, der ihn deshalb verwarnte. Seit dieser Saison können Gelbe Karten an Trainer verteilt werden. Vier Verwarnungen ziehen eine Spielsperre nach sich.

Die erste Ballberührung: In der Startelf stand Bayerns neuer Brasilianer Philippe Coutinho beim 3:0-Sieg gegen Schalke 04 noch nicht. In der 57. Minute wurde er aber gemeinsam mit Ivan Perisic – noch einem Neuen – eingewechselt. An einem Tor waren beide nicht beteiligt – diese Rolle nahm Robert Lewandowski mit einem Dreierpack allein ein. Aber die erste Ballberührung in der Bundesliga gab es trotzdem.

Der erste Sieg: Den gab es gleich für zwei Trainer-Neulinge der Bundesliga. Marco Rose gewann mit Borussia Mönchengladbach gegen seinen Kumpel Sandro Schwarz und Mainz 05 3:1. Alfred Schreuder und die TSG Hoffenheim siegten gegen Bremen 3:2.

Das erste Blitzlichtgewitter: Da stand er nun. Der Hennes. Der Neunte. Und ließ gelassen das erste Blitzlichtgewitter im Kölner Stadion über sich ergehen. Der anderthalb Jahre alte Geißbock hatte am Freitagabend seinen ersten Arbeitstag als Maskottchen des 1. FC Köln. Und zunächst sah es so aus, als würde der neue Hennes tatsächlich Glück bringen. Der freche Aufsteiger machte dem Favoriten aus Dortmund das Leben schwer. Ging durch Dominick Drexler in Führung. Vielleicht witterte auch Hennes IX eine Überraschung.

Doch dann wechselte BVB-Trainer Lucien Favre mit Achraf Hakimi, Julian Brandt und Jacob Bruun Larsen frischen Wind ein. Jadon Sancho (70.), Hakimi (86.) und Paco Alcacer (90.+4) drehten die Partie in ein 3:1 für die Borussia.

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