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Schnellcheck zum Champions-League-Dienstag: Es sieht jetzt gut und besser aus

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Von: Frank Ziemke, Maximilian Bülau

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Jude Bellingham (links) und Tanguy Nianzou.
Der Ausgleich in Hälfte eins: Dortmunds Jude Bellingham (links) setzt sich gegen Sevillas Tanguy Nianzou durch, der für die Führung der Spanier gesorgt hatte. © Imago/Revierfoto

Die einen wollten den Schwung mitnehmen für den Einzug ins Achtelfinale, die anderen sich weiter stabilisieren nach dem Trainerwechsel.

Dortmund und Leipzig eröffneten aus deutscher Sicht den vierten Spieltag der Fußball-Champions-League. Wer seine Ziele erreichte, verrät der Schnellcheck.

Dann erst einmal ab nach Dortmund. Wie war das mit dem Schwung aus dem Bayernspiel?

Naja, es dauerte, bis es schwungvoll wurde. Die Gastgeber kamen schwer ins Spiel und lagen früh zurück. Da war nicht viel von der Überlegenheit vom 4:1 in Sevilla.

Und Leipzig? Mehr Stabilität unter Marco Rose?

Naja, nicht wirklich. Ein 0:0 zur Pause spricht zwar für defensive Stabilität. Aber auch für offensive Harmlosigkeit. Nach vorn ging deutlich zu wenig, hinten wackelte die Abwehr vor Janis Blaswich, der Peter Gulacsi vertrat – der Ungar hatte sich eine Woche zuvor im Hinspiel gegen Celtic Glasgow einen Kreuzbandriss zugezogen – dann doch das eine oder andere Mal.

Zurück nach Westfalen: Warum tat sich die Borussia so schwer?

Also erst einmal: Weil Sevilla sich anders präsentierte als man das von einem Team erwarten könnte, das in der spanischen Liga auf Platz 18 dümpelt. Die Gäste dominierten anfangs ein Dortmunder Team, das Edin Terzic auf fünf Positionen veränderte. Unter anderem Gregor Kobel zurück im Tor, Bayern-Schocker Anthony Modeste im Sturm und der 17 Jahre alte Tom Rothe als Linksverteidiger. Es waren aber ein Ex-Schalker und ein Ex-Münchner, die ein Ausrufezeichen setzten! Ivan Rakitic schlug einen Freistoß, Tanguy Nianzou stieg zum Kopfball hoch und es hieß 0:1 (13.).

Wie reagierten die Gastgeber auf den Rückstand?

Mit Verzögerung. Doch dann dank Antreiber Jude Bellingham erfolgreich. Der erste richtig gute Angriff brachte in der 35. Minute das 1:1. Bellingham war Vorbereiter und Schütze zugleich. Der Pass auf Thomas Meunier öffnete das Spiel, dessen Flanke drückte er, ins Zentrum aufgerückt, über die Linie. Es war im vierten Spiel Bellinghams viertes Tor. Fantastisch. Weniger fantastisch war die zweite Hälfte. Die Gastgeber mühten sich, die beste Chance hatten aber die Gäste durch Erik Lamela (67.). Für den frühzeitigen Achtelfinal-Einzug reichte dieses 1:1 nicht. Aber: Es fehlt auch nur noch ein Punkt.

Dann rüber auf die Insel. Wie lief es für Leipzig?

Beim U30-Treffen – in der Startelf beider Teams hatten nur die Torhüter diese Altershürde bereits überwunden – fehlte dennoch die jugendliche Leichtigkeit. Wenn bei RB was ging, dann über die linke Seite, über Timo Werner und David Raum. Doch Schüsse und Flanken waren zu unpräzise. Die Schotten hatten in Minute 27 doppelt Pech, als erst Matt O’Riley mit einem Schuss aus der zweiten Reihe am Pfosten scheiterte, Greg Taylor den Nachschuss an die Latte setzte.

Wurde es denn noch etwas leichtere Kost?

Naja, nicht wirklich. Es war kein Offensivspektakel, kein Chancenfeuerwerk, Leipzig weit weg von überlegen. Aber es gab noch diese 75. Minute. In dieser spielte André Silva einen Ball von der Grundlinie zurück in den Strafraum. In dieser köpfte der bis dahin – nett ausgedrückt – glücklose Werner das 1:0. Und dann gab es diese 84. Minute. In dieser legte Werner quer. In dieser vollendete Emil Forsberg zum 2:0.

Wie sieht es nun aus?

Gut. Und besser. Gut für den BVB, der das Achtelfinale fast sicher hat. Und besser für RB, das noch alle Möglichkeiten auf Platz eins und zwei hat.

Wir war die Übertragung der Spiele?

Voller Experten, Kommentatoren, Moderatoren, Gäste bei Amazon Prime und Dazn. In Dortmund wurde Marcel Schmelzer gefragt, wie viel Spirit und Esprit er heute vom BVB erwarte. Antwort: „Viel!“ Der Experte lag nicht ganz richtig. So viel Esprit versprühte der BVB nicht. (Frank Ziemke und Maximilian Bülau)

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