Nach Kritik von Khedira

Löw: DFB-Spieler müssen sich steigern - Götze wichtiger Fixpunkt

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Joachim Löw plant bei der Euro 2016 mit Mario Götze als Fixpunkt.

München - Bundestrainer Joachim Löw hat Mahner Sami Khedira recht gegeben und seine Weltmeister vor dem Start ins EM-Jahr mit den Klassikern gegen England (26. März) und Italien (29. März) in die Pflicht genommen.

Joachim Löw hat vor den ersten Länderspielen des Jahres die Führungsrolle von Kapitän Bastian Schweinsteiger für die Fußball-Europameisterschaft bekräftigt. „Die Mannschaft kann von seiner Reife, seiner Erfahrung und Persönlichkeit profitieren. Gerade bei einem Turnier ist es sehr wichtig, Spieler mit Führungsqualitäten zu haben“, sagte der Bundestrainer der Deutschen Presse-Agentur vor den Partien gegen England und Italien.

Mario Götze bleibt für Löw ebenso ein Fixpunkt für die EM, auch wenn der Weltmeister nach langer Verletzung beim FC Bayern kaum Spielpraxis bekommt. „Auf Mario zähle ich immer. Für die EM plane ich mit Mario Götze, ganz klar.“

Löw gibt Khedira-Kritik Recht

„Sami Khedira liegt sicher nicht ganz verkehrt: wenn wir unsere Form beim Turnier nicht verbessern, wird es schwer. Wenn man ein Turnier gewinnen will, muss man - wie wir in Brasilien - sechs, sieben Spiele in Bestform absolvieren“, sagte Löw dem SID.

Khedira hatte die Titelmission Anfang Januar öffentlich in Frage gestellt. „Wenn wir ehrlich sind, hätten wir in unserer aktuellen Verfassung keine Chance“, sagte der Profi von Juventus Turin der Welt am Sonntag.

„Hinter uns liegt eine durchwachsene Qualifikation, die unseren Erwartungen nicht ganz gerecht geworden ist“, gab Löw zu: „Wir haben die Gruppe nicht wie gewohnt dominiert. Nach der WM war es nicht ganz so einfach, wir hatten viele Verletzungen, mussten immer in unterschiedlichen Besetzungen spielen.“

Dennoch ist der Bundestrainer (56) knapp drei Monate vor Beginn der Euro in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) zuversichtlich. „Jeder von uns weiß, dass die Mannschaft, wenn ihr Fokus auf das Turnier gerichtet ist, zu außergewöhnlichen Leistungen in der Lage ist. Wenn die Vorbereitung beginnt, dann ist die Anspannung aller Spieler bis ins Maximum vorhanden“, sagte er. Im Alltag stünden seine Spieler „oft zwischen Nationalmannschaft, Champions League, Liga, Klubs. Aber wenn die EM beginnt, dann weiß ich, dass wir in der Lage sind, einen Gang hochzuschalten.“

Weltmeister Khedira (28) nannte die Leistungen der Mannschaft 2015 „nicht gut genug“. Jeder wisse, „dass wir alle noch eine Schippe drauflegen müssen“. Vor allem müsse die Auswahl auf und neben dem Platz „wieder eine geschlossene Einheit sein“, forderte der Antreiber im Mittelfeld: „Wir müssen in Top-Form sein, uns gegenseitig respektieren und pushen“, sagte Khedira.

dpa/sid

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