Start in die Europa-League-Saison

Frankfurt agiert mutig und engagiert - kassiert aber bittere Pleite gegen Arsenal

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Kein Glück im Abschluss: Filip Kostic (r.) und Eintracht Frankfurt bringen den Ball gegen den FC Arsenal um Shkodran Mustafi nicht im Tor unter.

Für Eintracht Frankfurt gab es im Europa-League-Duell mit dem FC Arsenal nichts zu holen. Damit endet auch eine beeindruckende Serie der Hessen.

Frankfurt - Fehlstart für die Europa-League-Experten: Eintracht Frankfurt hat zum Auftakt des neuen Abenteuers im ruhmreichen FC Arsenal seinen Meister gefunden. Der Halbfinalist der vergangenen Saison verlor gegen eine bessere B-Elf der Londoner mit 0:3 (0:1) und verpasste damit eine exzellente Ausgangsposition für den weiteren Verlauf in der Gruppenphase.

Joe Willock (38.), Bukayo Saka (85.) und Pierre-Emerick Aubameyang (87.) trafen für den 13-maligen englischen Meister, der es in der Vorsaison bis in das Endspiel geschafft hatte. Die Frankfurter, die zuvor in 15 Europa-League-Heimspielen unbesiegt blieben und am 3. Oktober bei Vitoria Guimaraes antreten werden, offenbarten Schwächen im Abschluss. Das kostete vor 47.000 Zuschauern letztlich die möglichen Punkte. In der Schlussphase musste die Eintracht zudem die Gelb-Rote Karte von Dominik Kohr (79.) verkraften.

Frankfurt unterliegt Arsenal: Bobic findet das Ergebnis „etwas komisch“

"Es war klar, dass es mal passiert, das Spielglück hat gefehlt. Das Ergebnis ist natürlich zu hoch. Wir hatten unsere Möglichkeiten, deshalb ist das Ergebnis etwas komisch", sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic bei DAZN: "Wir waren ab und zu etwas naiv."

Die beiden Favoriten auf den Einzug in die K.o.-Runde verzichteten auf anfängliche Abtastversuche, vor allem die Eintracht attackierte die Gunners immer wieder schon im Spielaufbau. Chancen von Djibril Sow (4.), Andre Silva (11.) oder Filip Kostic (18.) waren verdientermaßen die Folge - aufgrund der riskanten Herangehensweise aber auch vereinzelt Lücken in der Defensive.

Einen Schritt voraus: Arsenal-Talent Emile Smith Rowe (l.) enteilt Frankfurts Martin Hinteregger.

Frankfurt unterliegt Arsenal: Gastgeber setzen auf bestmögliche Elf

Der Aufwand der Gastgeber war auch ein Beleg für den großen Stellenwert, den die Europa League am Main besitzt und der bereits beim Blick auf die Startformationen deutlich wurde. Während Frankfurt mit der bestmöglichen Elf antrat, saßen bei den Engländern einige Leistungsträger nur auf der Bank - oder blieben wie der 2014er-Weltmeister Mesut Özil sogar gleich auf der Insel.

Vielleicht auch deshalb hielt die Dominanz nach dem guten Beginn an, eine halbe Stunde lang wurde das Geschehen von den Frankfurtern bestimmt, die in Sow aber auch eine Gefahrenquelle in den eigenen Reihen besaßen. Der Schweizer vertändelte nicht nur einmal in ungünstiger Position den Ball - und brachte Arsenal damit auch irgendwie zurück ins Spiel. Das wurde bestraft, als Frankfurts Kapitän David Abraham den Schuss von Willock unhaltbar abfälschte.

Frankfurt unterliegt Arsenal: Xhaka scheitert per Freistoß an der Latte

Die Pause brachte die Frankfurter wieder zu ihrem selbstbewussten Spiel zurück. Der auffällige, aber zu oft glücklose Silva (49.) verzog aus spitzem Winkel. Auf der anderen Seite hatten die SGE und vor allem Schlussmann Kevin Trapp Glück, als ein endlos langer Freistoß des früheren Gladbachers Granit Xhaka (56.) an die Latte segelte.

Frankfurts Trainer Adi Hütter brachte nach gut einer Stunde den formstarken Stürmer Goncalo Paciencia, der sein Team in der Vergangenheit schon häufiger mit späten Toren gerettet hatte. Die erste Chance auf den Ausgleich nach der Einwechslung vergab aber Kostic (68.). Stattdessen trafen der 18-jährige Saka und Aubameyang zur Entscheidung.

Caiuby muss sich der weil vor Gericht verantworten - ihm droht eine drastische Strafe. In Amsterdam kam ein Fußballprofi bei einer Bluttat ums Leben.

sid

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