Kampf gegen Korruption

Europarat fordert Kontrollgremium für FIFA und UEFA

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Die Parlamentarische Versammlung des Europarates in Straßburg. Foto: Rainer Jensen

Straßburg (dpa) - Im Kampf gegen Korruption im Spitzensport wollen die Abgeordneten des Europarats internationale Verbände wie FIFA und UEFA unter externe Kontrolle stellen.

Einer entsprechenden Resolution stimmte die Parlamentarische Versammlung am Mittwoch in Straßburg zu. Ein neues Kontrollgremium solle darüber wachen, dass ethische Grundsätze eingehalten werden und Wahlen zu wichtigen Posten "integer" ablaufen.

Die Parlamentarier aus den 47 Mitgliedstaaten forderten, die Europäische Union solle die Einrichtung einer solchen Stelle vorantreiben - in Zusammenarbeit mit dem Fußball-Weltverband (FIFA), der Europäischen Fußball-Union (UEFA) und dem Internationalen Olympischen Komitee.

Dem Beschluss vorangegangen war ein FIFA-kritischer Bericht der luxemburgischen Abgeordneten Anne Brasseur. Sie prangert darin den Führungsstil von FIFA-Präsident Gianni Infantino an. Zum Beispiel entscheide faktisch er allein über die Besetzung von Schlüsselposten.

Die FIFA steht ohnehin unter anderem wegen der Vergabe der beiden kommenden Fußball-Weltmeisterschaften in Russland und Katar in der Kritik. Menschenrechtsorganisationen beklagen, dass in beiden Ländern Arbeiter beim Bau der Stadien ausgebeutet würden.

Profil von Anne Brasseur auf Homepage des Europarats

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