Entfremdung zur Basis

Ewald Lienen kritisiert Entwicklungen im Profi-Fußball

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Findet die Entwicklung des Profi-Fußballs bedenklich: Ewald Lienen vom FC St. Pauli. Foto: Uwe Anspach

Berlin (dpa) - Ewald Lienen sieht eine Entfremdung zwischen dem Profi-Fußball und der Fußball-Basis.

"Wir sind gerade dabei, die Verankerung unseres Fußballs an der Basis zu gefährden durch Aufblähung von Wettbewerben, Zersplitterung von Spieltagen, durch völlig überzogene Finanzexzesse sowohl im Gehalts- als auch im Transferbereich sowie durch die bekannten kriminellen Machenschaften von Topfunktionären, die das Vertrauen in die Verbände erschüttert haben", kritisierte der Technische Direktor des Zweitligisten FC St. Pauli in der Tageszeitung "Die Welt".

Der 63-Jährige hat sich in seiner Karriere als Spieler und Trainer immer wieder kritisch zu gesellschaftlichen Themen auch außerhalb des Fußballs geäußert.

In dem "Welt"-Interview forderte er die Verbände und den Fußball auf, mehr soziale Verantwortung zu übernehmen, und stellte einen Zusammenhang mit grundsätzlichen gesellschaftlichen Problemen her. Er müsse nicht akzeptieren, "wie unser Fußball organisiert und dadurch gefährdet wird", sagte er. "Ich glaube fest daran, dass ein anderer Fußball möglich ist, so wie auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen Veränderungen nötig sind, die den Menschen wieder in den Mittelpunkt rücken." Lienen ist überzeugt: "Der Sport kann dazu beitragen, sich selbst und die Gesellschaft zu verändern."

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