„Wie ein Krimineller gefühlt“

Iran-Stempel im Pass: Ex-Profi Yorke darf nicht in die USA

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Darf die USA nicht betreten: Dwight Yorke wird ein früherer Aufenthalt im Iran zum Verhängnis.

Doha - Dwight Yorke wird die Einreise in die USA verweigert, weil er sich in der Vergangenheit im Iran aufgehalten hat. Der ehemalige Stürmer von ManUnited versteht die Welt nicht mehr.

Dem ehemaligen Fußball-Star Dwight Yorke ist die Einreise in die USA verwehrt worden, weil er sich vor zwei Jahren für ein Spiel für den guten Zweck im Iran aufgehalten hatte. Dies berichtet die britische Zeitung The Sun am Samstag. "Ich habe mich wie ein Krimineller gefühlt und konnte nicht glauben, was hier gerade passiert", sagte der 45-Jährige aus Trinidad und Tobago.

York hatte in Doha/Katar als TV-Experte für beIn Sports gearbeitet und wollte am Freitag in seine Heimat in der Karibik zurückkehren - mit einer Zwischenlandung in Miami. "Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich in den USA war", sagte der ehemalige Profi, der mit Manchester United 1999 Champions-League-Sieger gegen Bayern München geworden war.

Einreiseverbot der Trump-Regierung eigentlich außer Kraft

Das von Donald Trump erlassene Einreiseverbot für Menschen aus dem Iran und sechs weiteren islamisch geprägten Ländern ist zwar aktuell außer Kraft - in Yorks Fall hatte dies aber offenbar keinen Einfluss.

"Ich hatte schon eingecheckt und wollte gerade ins Flugzeug steigen, als ich von zwei Flughafenmitarbeitern gestoppt wurde. Ich habe mir gedacht: Was ist hier los?", berichtete Yorke: "Sie sagten mir, es gebe ein Problem mit meinem Visum, weil ich einen iranischen Stempel in meinem Pass habe. Ich habe dort an einem Legendenspiel teilgenommen und damals nicht einmal übernachtet."

Hätte er das Flugzeug bestiegen, wäre er umgehend nach der Landung in Miami wieder nach Doha zurückgeschickt worden, berichtete York weiter: "Ich wollte erklären, dass ich gar nicht in Doha lebe, sondern nur nach Hause will."

sid

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