Explosives Buch

Ex-Profi Romário enthüllt dunkle Machenschaften beim CBF

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Romário ist inzwischen als Senator tätig.

Im Kampf gegen die unlauteren Machenschaften im brasilianischen Fußballverband CBF gibt der einstige Weltklasse-Stürmer Romário keine Ruhe.

Wenige Stunden vor der Veröffentlichung seines Enthüllungsbuches „Um olho na bola, outro no cartola“ (Ein Auge auf den Ball, eins auf den Funktionär) am Samstag, basierend auf den Ergebnissen einer parlamentarischen Untersuchung, versprach der Weltmeister von 1994, für die Verhaftung des CBF-Präsidenten Marco Polo Del Nero sowie seiner Amtsvorgänger José Maria Marin und Ricardo Teixeira ausreichend Beweismaterial in der Hand zu haben.

„Wir haben Konten von Finanzagenten gefunden, die einige Personen aus dem Fußball, wie Del Nero, im Ausland haben. Über diese Konten bewegen sie gesetzwidrig erworbenes Geld“, berichtet der heute als Senator tätige 1000-Tore-Stürmer in einem Vorab-Interview mit dem brasilianischen TV-Sportkanal ESPN.

Auf diesen Konten seien Bonus-Zahlungen gelaufen, die von den CBF-Bossen verlangt wurden, damit Brasilien für hoch dotierte Länderspiele nicht die besten, sondern eher Spieler mit zugkräftigen Namen nominiere.

„90 Prozent der CBF-Verwaltung austauschen und fähige Personen einsetzen“

Romários Ziel: „90 Prozent der CBF-Verwaltung austauschen und fähige Personen einsetzen.“ Dafür will sich der 51-Jährige gar selber als Präsident zur Verfügung stellen.

„Die Möglichkeit geht mir schon durch den Kopf“, gesteht der Ex-Seleção-Spieler, der zudem offenbarte, dass vonseiten des CBF in den letzten Tagen versucht worden sei, die Veröffentlichung des brisanten Buches auf juristischem Weg zu unterbinden.

Marin war im Mai 2015 im Rahmen einer großangelegten FBI-Aktion gegen Korruption im Weltverband FIFA am Rande eines Kongresses in Zürich verhaftet und später in die USA ausgeliefert worden, wo er seitdem in Hausarrest sitzt.

Teixeira, von 1989 bis 2012 allmächtig an der CBF-Spitze, sowie der derzeitige Amtsinhaber Del Nero vermeiden wegen der Ausstellung internationaler Haftbefehle Reisen ins Ausland.

SID

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