2. Fußball-Bundesliga: Braunschweigs Trainer Lieberknecht nach Eintrachts 0:2 gegen Kaiserslautern

„Faselei vom Aufstieg ist jetzt vorbei“

Zweikampf: Braunschweigs Mirko Boland (rechts) versucht, an Kaiserslauterns Kerem Demirbay vorbeizudribbeln. Foto: dpa

Braunschweig. So hatte sich Eintracht Braunschweig den Start in die Rest-Rückrunde in der 2. Liga nicht vorgestellt! Gegen den 1. FC Kaiserslautern setzte es vor 22 775 Zuschauern eine 0:2 (0:1)-Niederlage. „Die Faselei vom Aufstieg sollte jetzt vorbei sein“, meinte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht. „Das ist alles Augenwischerei.“

Die Braunschweiger legten zwar einen flotten Auftakt hin, holten fünf Ecken nach einer Viertelstunde heraus. Doch schon in der Anfangsphase deutete sich an: Die Blau-Gelben waren im Abschluss völlig harmlos, konnten im Lauterer Strafraum überhaupt keine Durchschlagskraft entwickeln.

In der ersten Halbzeit kam Braunschweig so zu keiner einzigen Tormöglichkeit. Torjäger Havard Nielsen und der Südkoreaner Ryu waren total abgemeldet. Die „Betze-Bube“ dagegen effektiv: Flanke von Löwe in den Strafraum, Kopfball von Philipp Hofmann zum 0:1 (35. Minute).

Genauso harmlos ging es bei den Braunschweigern auch nach dem Wechsel weiter. Nach einer Stunde brachte Lieberknecht Jan Hochscheidt für Ryu. Doch auch der Rekonvaleszent, der sein 100. Zweitliga-Spiel absolvierte, konnte nicht für mehr Gefahr sorgen. Nach 69 Minuten riskierte Lieberknecht alles, wechselte die beiden Neuzugänge Emil Berggreen und Nik Omladic ein. Doch auch das brachte letztlich nichts. Vier Minuten später die Entscheidung, als Alexander Ring Braunschweigs Ken Reichel (200. Eintracht-Spiel) enteilte und flach zum 2:0 für den 1. FCK traf. Und auch das dritte Jubiläumging noch in die Hose: Es war Eintrachts 200. Spiel in der 2. Liga.

„Verdienter Sieg für Lautern“, räumte selbst der Ex-Lauterer Lieberknecht. „Wir sollten uns freuen, 33 Punkte zu haben. Wir konnten nie richtig Druck nach vorn entfachen, hatten keine guten Strafraum-Szenen.“

Selbstkritisch auch Torjäger Nielsen: „Das war kein gutes Spiel von uns und nicht der Anfang, den wir uns vorgestellt haben. Wir hatten viel zu viele Fehlpässe, und auch ich muss mehr machen.“

„So kannst du in der 2. Liga kein Spiel gewinnen“, merkte Innenverteidiger Marcel Correia an. „Uns fehlte die Durchschlagskraft, wir können absolut nicht zufrieden sein.“ „Das 0:1 fiel wie aus dem Nichts, das nahm uns den Wind aus den Segeln“, fand Kapitän Ken Reichel. „Uns fehlte die Kaltschnäuzigkeit. Dem 2:0 ging ein Fehler von mir voraus.“

Am kommenden Freitag muss Eintracht zum VfL Bochum. Nach dieser mehr als verdienten Niederlage wird das eine interessante Trainingswoche. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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