Nach Rücktritt

HNA-Kommentar zu Gladbachs Krise: Favres große Geste

Florian Hagemann über Gladbachs Krise und Favres Rücktritt

Lucien Favre ist als Trainer von Borussia Mönchengladbach zurückgetreten. So unfassbar das noch vor Kurzem schien: Der Schnitt ist notwendig. Ein Kommentar von Florian Hagemann.

Es zeichnet den Fußball aus, dass es immer mal wieder Entwicklungen gibt, die kein Experte seriös voraussagen kann – selbst unter Hinzuziehung diverser Datenbanken, Hellseher und anderer Experten nicht. Im vergangenen Jahr stand Borussia Dortmund plötzlich am Tabellenende, in dieser Saison nun startete mit Borussia Mönchengladbach ein Team mit fünf Niederlagen, das zuletzt mit begeisterndem Fußball in die Champions League rauschte.

Das Ausmaß des Gladbacher Absturzes lässt sich nicht wirklich mit zwei Abgängen wichtiger Spieler und noch ein paar Fußnoten erklären. Und doch ist mit dem Fall der Borussia der Fußball an sich erklärbar: Nichts ist unmöglich.

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Dazu gehört, dass gestern Abend mit Lucien Favre jener Trainer zurückgetreten ist, der vor der Saison den sichersten Job zu haben schien: einer, der die Borussia aus Mönchengladbach wieder groß gemacht hat und enorme Verdienste um diesen Klub erworben hat.

Dass er nun seinen Platz räumt, ist seine letzte große Geste als Trainer dieser Mannschaft. Er hat erkannt, dass ihr nur ein neuer Impuls weiterhilft. Und der kann nur von außen kommen. Favres Ende ist radikaler als das von Jürgen Klopp in Dortmund. Dafür ist die Gladbacher Krise auch radikaler. Was Gladbach Hoffnung macht: Dortmund hat ein lange Zeit für unmöglich gehaltener Schnitt nicht geschadet.

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