Karriereende nicht in Sicht

Robbens vieldeutige Aussagen: Noch länger als 2018 bei Bayern?

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Arjen Robben spielt seit 2009 beim FC Bayern.

München - 33 Jahre alt ist Arjen Robben mittlerweile. Doch der Superstar des FC Bayern brennt nach wie vor - daher kann er sich für die Zeit nach Sommer 2018, nach dem Ende seiner Vertragslaufzeit, alles vorstellen.

Wer Arjen Robben kennt und schon einmal live aus nächster Nähe erlebt hat, weiß: Der Mann ist mit jeder Faser seines athletischen Körpers Profifußballer, er lebt und arbeitet für seinen Sport wie kaum ein zweiter. Seine 33 Jahre sieht man dem Niederländer nicht an.

So war es eigentlich zu erwarten, dass der FC Bayern den auslaufenden Vertrag mit seinem niederländischen Superstar noch einmal um ein Jahr bis Sommer 2018 verlängert hat. Doch danach muss noch lange nicht Schluss sein, wie Robben im Interview mit dem kicker mehrfach andeutet.

Robben vieldeutig: „Nächsten Winter können wir wieder schauen“

So antwortet der Flügelflitzer beispielsweise vielsagend auf die Frage, ob er sich vergessen fühle in der Diskussion um die Nachfolge für das nach dem Abgang von Philipp Lahm im Sommer vakante Amt des Bayern-Kapitäns: „Nein! Ich verstehe das. Wenn es um den neuen Kapitän geht, wäre ich es vielleicht nur noch ein Jahr - oder etwas länger.“ Vielleicht? Etwas länger? Kokettiert da jemand mit einer über 2018 hinaus gehenden Zukunft beim Rekordmeister?

Noch konkreter wird Hollands Nationalelfkapitän bei der Antwort auf die Frage, ob er irritiert sei, dass der FC Bayern ihm nur ein weiteres Vertragsjahr angeboten habe. „Nein, das ist auch für mich gut“, erklärt der 33-Jährige. „Ich bin nicht mehr der Jüngste. Wäre ich 29 oder 30, wäre nur ein zusätzliches Vertragsjahr kein gutes Zeichen. So aber können wir im nächsten Winter wieder schauen.“ Heißt: Robben kann sich vorstellen, seinen Vertrag noch einmal zu verlängern - wenn denn sein Körper und der Klub dazu bereit sind. Allerdings schließt der Linksfuß auch das komplette Gegenteil nicht aus: „Vielleicht habe ich dann das Gefühl: Jetzt ist Ende.“

Robben steht beim FCB für Erfolg: fünfmal Deutscher Meister, viermal DFB-Pokalsieger, einmal Champions-League-Sieger.

Klar ist: Robben gefällt es bestens in München. „Ich fühle mich hier wohl, nicht allein wegen des Fußballs, sondern wegen der Leute im Verein. Es geht um die Atmosphäre, um den Umgang - und das ist hier wie in einer Familie“, schwärmt der Vater dreier Kinder. Konkrete Pläne für seine Karriere beziehungsweise sein Karriereende hat Robben nicht: „2018 ist alles möglich.“ Früh aussteigen wie Lahm oder weiterspielen bis 41, wie einst Paolo Maldini beim AC Mailand? „Es kann beides sein, auch irgendwo dazwischen“, erklärt Robben. „Es ist auch möglich, dass 2018 Ende ist. Ich weiß es heute nicht, es hängt von meinem Körper und vom Spaß ab.“

Im Spätherbst seiner erfolgreichen Laufbahn nochmal kräftig absahnen, zum Beispiel in China, ist allerdings nicht Robbens Sache. „Geld war in meiner Karriere nie ein Faktor. (...) Ich habe immer nach sportlichen Gründen entschieden. So mache ich es bis zum Ende, Geld wird da keine Rolle spielen.“

Zwar räumt auch der Niederländer ein, dass China als Markt immer reizvoller wird (“Mit ihren Angeboten zwingen die Chinesen die Spieler, zumindest darüber nachzudenken“), dennoch kann er sich eine Zukunft als „Aljen Lobben“ kaum vorstellen: „Im Moment ist China überhaupt kein Thema für mich. Die Chance, dass ich einmal nach China wechsel, ist minimal.“

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