Samstag ab 15.30 Uhr gegen Wolfsburg 

Mit Knall aus der Krise? Fragen und Antworten zur Situation vom FC Bayern

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Meldeten sich gestern auf einer Pressekonferenz lautstark zu Wort: die Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge (links) und Uli Hoeneß. Ob das geholfen hat, wird sich heute gegen Wolfsburg zeigen. 

Kassel. Seit drei Spielen ist der FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga ohne Sieg. Die Bilanz: ein Unentschieden, zwei Niederlagen.

Das reicht beim Rekordmeister für eine handfeste Krise. Auch deshalb meldeten sich die Bayern-Bosse gestern auf einer Pressekonferenz lautstark zu Wort. Heute soll beim VfL Wolfsburg alles besser werden (15.30 Uhr/Sky). Fragen und Antworten zur Situation der Münchner:

Was hatten Rummenigge und Hoeneß zu sagen?

Am Donnerstag hatte der Rekordmeister angekündigt, dass es nach der standardmäßigen Pressekonferenz mit dem Trainer vor dem Spiel in Wolfsburg eine weitere mit den Bossen Rummenigge, Hoeneß und Salihamidzic geben werde. Diese holten dann zum Rundumschlag gegen die Medien aus: Sollte weiter so mit ihren Spielern umgegangen werden, gebe es Abmahnungen, drohten die Bosse an. Vor allem die Bild-Zeitung war wohl gemeint.

Unser Kommentar zur Pressekonferenz: Alles nur eine große Ablenkung

Alles in allem zeigt dieser Auftritt aber nur, wie dünnhäutig der Rekordmeister im Herbst 2018 daherkommt. Die sportliche Krise hat an der Souveränität der Bayern gekratzt. Offiziell stützten die Bosse Trainer Niko Kovac, der nicht im Ansatz infrage stehe.

Schmerzlich vermisst wird weiterhin Außenspieler Kingsley Coman. Der Franzose soll nun aber wohl doch schon zum Ende der Hinrunde wieder zum Einsatz kommen können. Neben Corentin Tolisso (Kreuzbandriss) ist sonst aber nur Jérome Boateng fraglich, der mit muskulären Problemen früher von der Nationalmannschaft zurückkehrte, heute aber wohl spielen kann.

Für Trainer Niko Kovac wird es sehr wichtig. Eine vergleichbare Negativserie hat es bei den Bayern selbst im vergangenen Jahr nicht gegeben, als Carlo Ancelotti entlassen wurde. Damals hatten zwei Unentschieden in der Liga sowie das 0:3 in Paris für den Rausschmiss gereicht. Mit der Stimmung geht es derzeit wieder bergab. Das Selbstverständnis ist angekratzt, die Ligagegner verlieren den Respekt vor den Münchnern und spielen mit, statt nur zu verteidigen.

Der Rekordmeister kann damit derzeit nur schwer umgehen – auch weil die Tore einfach nicht fallen. In der sieglosen Zeit blieb auch Robert Lewandowski ohne Treffer. Er ist der einzige, der für regelmäßige Tore steht.

Dafür spricht wohl vor allem der Gegner. Der letzte Sieg gegen München in der Liga gelang den Niedersachsen im Januar 2015. Danach gab es sechs teilweise sehr deutliche Niederlagen und ein Unentschieden. Und die Wolfsburger sind nach einem guten Start selbst seit fünf Partien sieglos. Mit viel Selbstvertrauen kommen die Münchner allerdings nicht gerade aus der Länderspielpause. Vielleicht hilft der laute Knall der Bosse aus der Krise.

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