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Bayern auf Stürmersuche: Neuer FCB-Chefscout hat Lewandowski-Nachfolger aus der Bundesliga im Visier

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Von: Christoph Klaucke

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Der FC Bayern sucht den Lewandowski-Nachfolger. Der neue FCB-Chefscout nimmt Gladbachs Marcus Thuram aus der Bundesliga ins Visier.

München/Mönchengladbach – Uli Hoeneß heizt die Stürmer-Diskussion beim FC Bayern an. „Eines ist ganz sicher“, sagte der Münchner Ehrenpräsident beim „Sonntags-Stammtisch“ im BR, „dass ich glaube, dass uns schon ein Neuner fehlt.“ Damit riss Hoeneß in der explosiven Lage beim deutschen Rekordmeister die ohnehin nie ganz verheilte Wunde nach dem Abschied von Robert Lewandowski wieder auf.

„Es ist natürlich eine wichtige, schwierige Entscheidung gewesen, den Robert abzugeben mit dem Risiko, dass man bestimmte Tore nicht macht“, sagte Hoeneß und verwies explizit auf den bitteren Ausgleich zum 2:2-Endstand durch den Dortmunder Anthony Modeste im Bundesliga-Klassiker am Samstag. Auch deshalb sind die Bayern jetzt auf Stürmersuche und sondieren den Markt. Dabei ist ein Bundesliga-Knipser ins Visier geraten, wie tz.de berichtet.

Marcus Thuram
Geboren: 6. August 1997 (Alter 25 Jahre), Parma, Italien
Verein: Borussia Mönchengladbach
Position: Stürmer
Vertrag bis: 30.06.2023

Bayern-Chefscout beobachtet Thuram: Gladbach-Star erzielte bereits Treffer in München

Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach hat in dieser Saison schon fünf Bundesligatore erzielt – und damit genauso viele wie Bayerns Top-Torjäger Jamal Musiala. Eines davon gelang dem Sohn des berühmten Vaters Lilian Thuram, Weltmeister mit Frankreich 1998, beim 1:1 in München Ende August. Der Stürmer hat damit bereits beste Eigenwerbung betrieben.

Trotzdem wollten die Bayern den 25-Jährigen nochmal genauer unter die Lupe nehmen. Wie Sport1 berichtet, saß Markus Pilawa, seit September neuer Chefscout beim FC Bayern, am Tag nach dem Topspiel in Dortmund (2:2) beim Rheinderby zwischen Gladbach und dem 1. FC Köln auf der Tribüne des Borussia-Parks. Und das „Diamanten-Auge“ wurde nicht enttäuscht: Thuram traf in der Nachspielzeit zum 5:2-Endstand.

Gladbachs Marcus Thuram traf in dieser Saison beim 1:1 gegen den FC Bayern zur Führung.
Gladbachs Marcus Thuram traf in dieser Saison beim 1:1 gegen den FC Bayern zur Führung. © Sammy Minkoff/Imago

FC Bayern auf Stürmersuche: Thuram-Transfer wäre ablösefrei

Für Thuram spricht zudem seine Vertragssituation. Der Franzose will seinen auslaufenden Kontrakt trotz Gladbacher Angebot nicht verlängern und zu einem Topklub wechseln. Die Bayern um Sportvorstand Hasan Salihamidzic könnten somit im kommenden Sommer einen ablösefreien Transfer verbuchen. Mit dem Spieler soll es jedoch noch keine Gespräche gegeben haben. Schon der Vater von Nagelsmann-Assistent Dino Toppmöller hatte die Transfer-Idee für den FC Bayern.

Bayerns neuer Chefscout Markus Pilawa hat einen Lewandowski-Nachfolger aus der Bundesliga im Visier.
Bayerns neuer Chefscout Markus Pilawa hat einen Lewandowski-Nachfolger aus der Bundesliga im Visier. © Kirchner-Media/Imago

Fraglich ist allerdings, ob Thuram die nötige Qualität für den Bayern-Kader mitbringt. Nur in seiner ersten Bundesliga-Saison 2019/20 traf der Gladbacher zweistellig (zehn Tore). Zudem ist Thuram trotz Gardemaß von 1,92m kein klassischer Zentrumstürmer, hat Schwächen im Kopfballspiel.

FC Bayern: Thuram ohne Torgarantie – Harry Kane bleibt Topfavorit als Lewandowski-Nachfolger

Die Frage nach einem Mittelstürmer sei „nicht primär eine Frage des Geldes. Sondern es muss der richtige Spieler auf dem Markt sein“, sagte Bayern-Präsident Herbert Hainer. Wenn es die Gelegenheit gebe, „werden wir uns die intensiver angucken“. Diese Mittelstürmer, die einem 25, 30 Tore garantieren wie der vor der Saison zum FC Barcelona abgewanderte Robert Lewandowski, gebe „es nicht wie Sand am Meer“.

Die Lösung des Bayern-Problems könnte Harry Kane sein. Die FCB-Bosse stehen wohl schon in Kontakt mit dem England-Kapitän. Kane hat bei Tottenham Hotspur allerdings noch einen Vertrag bis 2024. Das Paket aus Ablöse und Gehalt wäre um ein Vielfaches teurer als bei Thuram. Aber laut Präsident Hainer geht es ja ohnehin nicht primär ums Geld – sondern um Tore. (ck)

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