Trainingslager-Abschluss

Erstes Wagner-Tor bei Bayern-Testspiel-Sieg gegen Al-Ahli

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Der Neu-Münchner Sandro Wagner in Aktion beim Testspiel gegen Al-Ahli in Katar. Foto: Sven Hoppe

Trotz "kleiner Handicaps" bewertet Jupp Heynckes das Trainingslager in Katar als vollen Erfolg. Der Triple-Coach hat "großen Spaß" mit seinem Team, auch wenn Hummels und Lewandowski pausieren müssen. Im Testspiel gegen Al-Ahli empfiehlt sich der neue Ersatz-Torjäger.

Doha (dpa) - Sandro Wagner konnte beim Bayern-Debüt gleich sein erstes Tor bejubeln, auch Arjen Robben traf auf Anhieb beim Comeback.

Das 6:0 (1:0) im Testspiel gegen den katarischen Fußball-Erstligisten Al-Ahli SC bildete den passenden Schlusspunkt für ein intensives Trainingslager des FC Bayern in Katar. Trotz "kleiner Handicaps" trat Jupp Heynckes nach der achten und letzten Übungseinheit am Sonntag hochzufrieden und optimistisch den Rückflug nach Deutschland an.

"Wir haben hier überragende Bedingungen vorgefunden. Es macht großen Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten", resümierte der Trainer. Der 72-Jährige rühmte Engagement, Trainingseinsatz und Motivation seiner Spieler beim in diesem Winter nur kurzen Aufenthalt in Doha.

Nationalstürmer Wagner erzielte am Samstagabend vor 1500 Zuschauern mit dem Kopf das einzige Tor vor der Pause. "Mit der nötigen Frische hätten wir noch das eine oder andere Tor mehr machen können", sagte der Neuzugang aus Hoffenheim. Der 30-Jährige war sofort gut eingebunden ins Offensivspiel. "Ich brauche nicht so lange, um hier integriert zu werden. Das sind alles sehr gute Spieler, das macht es einem sehr leicht", sagte der Bayern-Rückkehrer.

"Alles gut!" So lautete auch das Fazit von Robben, der nach seiner Verletzungspause zum Ende der Hinrunde wie 20 der 21 eingesetzten Akteure 45 Minuten zum Einsatz kam. Tolisso, Robben, Coman, Dorsch und Süle erhöhten zum standesgemäßen Sieg. "Wir haben sehr intensiv und konzentriert gearbeitet", sagte Robben, aber erst der kommende Freitag zähle: "Das war alles schön und gut hier, aber es geht um das Spiel gegen Leverkusen." Den Rückrundenstart beim Tabellenvierten nimmt der Bundesliga-Herbstmeister extrem ernst - die elf Punkte Vorsprung auf den FC Schalke 04 sieht keiner als Ruhekissen an.

Den zwangsläufigen Vergleich mit 2013, als Heynckes die Bayern ebenfalls in Katar auf das historische Triple vorbereitete, wehrte der Coach ab. "Für mich geht man da zu weit", sagte Heynckes: "Im Winter 2013 haben wir auch die Bundesliga angeführt, aber da hat man noch nicht gewusst, welche Entwicklung die Mannschaft nimmt."

Klar ist, dass sie 2018 zu weiteren Titeln führen soll. "Für mich wäre es schon ein großer Erfolg nach dem Start, den Bayern München in dieser Saison gehabt hatte, wenn wir deutscher Meister werden", sagte Heynckes. In Europa legt er die Messlatte unterhalb des Endspiels an: "Erfolgreich ist für mich in der Champions League schon, wenn man das Halbfinale erreicht. Wenn man erfolgreich sein will, müssen alle die Spieler, die wichtig für den großen Fußball sind, fit sein."

Das ist aktuell nicht der Fall: Nationaltorwart Manuel Neuer (Mittelfußbruch) und Mittelfeldspieler Thiago (Muskelverletzung) fallen noch längere Zeit aus. Torjäger Robert Lewandowski (Patellasehne) und Abwehrspieler Mats Hummels (Adduktoren) konnten in Doha keinmal mit der Mannschaft trainieren. Sie sollen in München wieder einsteigen, aber ob es schon für Leverkusen reichen wird?

Der Aufenthalt in Katar war auch wichtig für den Teamgeist, der zu einem neuen Triple-Gefühl beitragen soll. "Dass wir ein top Topfavorit in der Champions League sind, dafür fehlt noch was", sagte Weltmeister Jérôme Boateng. Erster Gegner in der K.o.-Phase ist der türkische Meister Besiktas Istanbul im Achtelfinale. Boateng setzt auf eine stetige Entwicklung unter Heynckes: "Wie in den Jahren zuvor ist die Mannschaft die Stärke und nicht der eine Superstar."

Heynckes wird im Winter keinen Profi ziehen lassen, auch nicht Arturo Vidal zum FC Chelsea. "Es wird im Januar überhaupt kein Spieler abgegeben", stellte er fest. Die langjährigen Topspieler Arjen Robben (33) und Franck Ribéry (34), deren Verträge auslaufen, gehen mit einer offenen Zukunft in die Rückserie. "Der Verein muss machen, was er denkt, was gut ist", sagte Robben nach dem Test gegen Al-Ahli.

Heynckes setzt noch einmal auf "Rib" und "Rob": "Sie haben Großartiges über viele Jahre beim FC Bayern geleistet. Ich bin felsenfest überzeugt, dass sie noch eine gute Rückrunde spielen werden." Was dann im Sommer geschehe, liege nicht mehr in seinen Händen: "Das ist in der Entscheidungsgewalt des Clubs."

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