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Salihamidzic-Sohn Nick macht sich über Lewandowski lustig, Fluggesellschaft spottet ebenfalls

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Von: José Carlos Menzel López

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In der Champions League erteilt der FC Bayern dem Barcelona um Robert Lewandowski eine Lehrstunde. Spott gibt es zudem von Salihamidzic-Sohn Nick.

München – Wahre Größe zeigt sich in Niederlagen. Das dürfte auch Robert Lewandowski durch den Kopf gegangen sein, als er gegen Mitternacht im Bauch des Camp Nou den Gang in die Kabine des FC Bayern antrat. Seine ehemaligen Kollegen hatten seine neuen zuvor vor den eigenen Fans mit 3:0 malträtiert, den vor Anpfiff bereits feststehenden Abstieg in die Europa League damit noch ein Stückchen bitterer gestaltet, wie auch tz.de berichtet.

Was muss, das muss aber. Und so trat Lewandowski gut drei Monate nach seiner Flucht aus München seinen ganz persönlichen Gang nach Canossa an und. Der Pole steuerte die Umkleide des FC Bayern an. „Der Lewa war bei uns in der Kabine“, bestätigte der Münchner Sportvorstand Hasan Salihamidzic den anwesenden Medien vor Ort. „Wir haben uns kurz ausgetauscht, sind aber nicht tief in die Materie gegangen. Der Lewa ist ein guter Typ, wir wünschen ihm alles Gute. Aber wir konzentrieren uns auf uns.“

FC Bayern: Brazzo-Sohn Nick Salihamidzic macht sich auf Twitter über Lewandowski lustig

Etwas deutlicher wurde derweil der Sohnemann, Nick Salihamidzic, aktuell bei der Reserve des kanadischen Erstligisten Vancouver White Caps unter Vertrag.

Offensichtlich verfolgte der 19-Jährige die Partie zwischen Münchnern und Katalanen ebenfalls und stellte seinen Twitter-Followern folgende, mit Ironie beladene Frage: „Ab wann, denkt ihr, bereut es Lewy, gegangen zu sein?“ Ein User antwortete: „Sobald der die Europa-League-Hymne hört. Hahaha.“

Robert Lewandowski ist nach wie vor sicher, „zur rechten Zeit am rechten Ort“ zu sein

Lewy selber machte – freilich – gute Miene zum bösen Spiel. In einem Interview mit der französischen Sportzeitung L’Équipe stellte er klar, dass er sich nach wie vor sicher sei, „zur rechten Zeit am rechten Ort“ zu sein.

Der sportliche Rückschritt, den sein Wechsel zum FC Barcelona zur Folge hatte, ist jedoch offensichtlich. Nicht nur, dass der 34-Jährige zum ersten Mal seit 2010 wieder Europa League spielen muss, folgendes Zahlenspiel machte nach dem Debakel gegen den Rekordmeister ebenfalls die Runde im Netz: In fünf Auftritten mit Barcelona in der Champions League hat Lewandowski drei Pleiten hinnehmen müssen, so viele wie in seinen letzten 43 CL-Partien mit dem FCB. Bezeichnend.

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Robert Lewandowski kassierte mit Barca eine bittere Pleite gegen Ex-Klub FC Bayern. © Joan Monfort/dpa

Fluggesellschaft Ryanair spottet ebenfalls in Richtung Lewandowski

Selbst die in den sozialen Netzwerken durchaus aktive Billig-Fluggesellschaft Ryanair schloss sich dem kollektiven Hohn für Lewandowski an und lud ein Foto des Stürmers aus seiner Bayernzeit hoch und begleitete es mit den folgenden Worten: „Zeit, nach Hause zu kommen.“ Auch Thomas Müller, der den Ex-Kollegen bereits vor Abflug in einem Video gewarnt hatte, meinte nach Abpfiff mit einem Grinsen: „Das war nichts gegen Lewy. Ich wollte ihm nur mitteilen, dass wir unterwegs sind.“ Ist klar.

Der FC Barcelona ist derweil Richtung Selbstzerstörung unterwegs. Nach einem Sommer, in dem die hochverschuldeten Spanier sogar Klubanteile verscherbelten, um satte 153 Millionen Euro in neue Stars investieren zu können, droht mit dem Abstieg in die Europa League die nächste wirtschaftliche Eskalationsstufe. Sportlich ist der Verein ohnehin am Boden. Die spanische Zeitung Sport titelte: „Europa hat jeglichen Respekt vor Barca verloren.“ Mundo Deportivo fragte Lewy: „Bist du sicher, dass du kein Heimweh hattest?“ Gut möglich. Den Bayern kann das aber herzlich egal sein. (lop)

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