Jetzt schon 20 Punkte Vorsprung

Kein „Streich-Resultat“ - Bayern schlagen Freiburg souverän

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Starker Auftritt: Thiago (r.) und Joshua Kimmich (l.) feiern mit dem FC Bayern einen klaren Sieg in Freiburg.

Der FC Bayern hat ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Beim SC Freiburg siegt der Spitzenreiter der Bundesliga deutlich und baut seinen Vorsprung in der Tabelle aus.

Freiburg - Auch beim allerneuesten Trainerkandidaten hat sich Bayern München kein "Streich-Resultat" auf dem Weg zum Titel geleistet. Völlig unbeeindruckt von den Spekulationen über einen Wechsel des Breisgauer Kult-Coaches Christian Streich zum Fußball-Rekordmeister gewann der designierte Champion locker mit 4:0 (2:0) beim SC Freiburg, der schon im Hinspiel mit 0:5 untergegangen war.

Freiburgs Torhüter Alexander Schwolow per Eigentor (25.), Corentin Tolisso (29.), Sandro Wagner (54.) und Thomas Müller (69.) trafen zum Abschluss des 25. Bundesliga-Spieltags für die Münchner. Durch den höchsten Auswärtssieg in der laufenden Saison hat der Spitzenreiter bereits 20 Punkte Vorsprung auf "Verfolger" Schalke 04. Der SC kassierte seine erste Heimniederlage seit vier Monaten.

SC-Sportvorstand: „Zwei unglückliche Gegentore“

"Wir haben das die ersten 25 Minuten gut gemacht, dann aber zwei unglückliche Gegentore kassiert. Das hat uns den Stecker gezogen", sagte SC-Sportvorstand Jochen Saier nach dem Abpfiff bei „Sky“. Saier betonte noch einmal, dass man sich mit dem Thema Streich nicht weiter beschäftige.

Am Tag vor der Partie hatte die Bild berichtet, dass Streich ein Kandidat für die Nachfolge von Jupp Heynckes bei den Bayern ist. Demnach sollen die Münchner im Februar mit dem 52-Jährigen in Kontakt getreten sein, nachdem sie schon im Sommer vorgefühlt haben sollen. Heynckes hatte mehrfach angekündigt, nach Saisonende seine Karriere endgültig zu beenden.

Überragender Mann des Abends: Thomas Müller ist gleich an drei Treffern entscheidend beteiligt.

Streich verneint Kontakt zum FC Bayern

"Jede Woche ist ein anderer der neue Trainer in München. Ich wäre ja fast beleidigt gewesen, wenn mein Name da nicht aufgetaucht wäre", sagte Streich vor dem Anpfiff bei „Sky“: "Es gab keine Anrufe, keinen Kontakt, gar nichts." Münchens Sportdirektor Hasan Salihamidzic verzichtete allerdings auf ein ähnlich klares Dementi.

Die 24.000 Zuschauer im ausverkauften Schwarzwald-Stadion sahen in der Anfangsphase starke Freiburger. Die Gastgeber, bei denen Mike Frantz und Florian Niederlechner fehlten, machten den Münchnern wesentlich mehr Mühe als erwartet.

Lewandowski und Robben auf der Bank

Die Bayern, die ohne Kingsley Coman, Franck Ribery, James und Manuel Neuer auskommen mussten, verzichteten freiwillig auf Torjäger Robert Lewandowski. Der Pole, den es angeblich zu Real Madrid zieht, saß wie Arjen Robben auf der Ersatzbank. Für Lewandowski lief Sandro Wagner auf.

In der 12. Minute hätten die Freiburger eigentlich in Führung gehen müssen. Bayern-Keeper Sven Ulreich rettete aber gegen Lucas Höler. Die Münchner agierten behäbig und machten so gut wie nichts aus ihrem Plus beim Ballbesitz. Erst in der 22. Minute sorgte Thiago für einen Hauch von Torgefahr.

Müller nötigt Schwolow zu Eigentor

Drei Minuten später griffen die Bayern auf ihre Allzweckwaffe Müller zurück, der in typischer Manier kurz vor dem Tor stocherte und Schwolow zum Eigentor nötigte. Kurz darauf legte Tolisso mit einem sehenswerten Treffer aus der Distanz nach, auch ein drittes Tor wäre im ersten Durchgang möglich gewesen.

Das besorgte Wagner dann wenige Minuten nach dem Seitenwechsel. Im Anschluss dominierten die Bayern fast nach Belieben. Für Freiburg ging es in dieser Phase in erster Linie um Schadensbegrenzung. In der 63. Minute hatte Juan Bernat per Kopf die große Chance auf den vierten Treffer. Bessere machte es Müller kurz darauf nach einer Ecke von Joshua Kimmich.

sid

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