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FC Bayern München: Rückt Abgang von Serge Gnabry plötzlich näher?

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Die Vertragsverhandlungen zwischen dem FC Bayern und Serge Gnabry laufen nicht reibungslos. Wie Lewandowski und Süle fühlt sich auch Gnabry nicht wertgeschätzt.

München ‒ Ob Serge Gnarbry seinen 2023 auslaufenden Vertrag beim FC Bayern München verlängern wird, galt schon länger als ungewiss. Doch jetzt scheint in Real Madrid ein ernsthafter Interessent hinzugekommen zu sein. Das bringt den FC Bayern in eine schwierigere Position.

Eigentlich wollte Real Madrid Kylian Mbappé von Paris Saint-Germain verpflichten. Der Ausnahmefußballer entschied sich jedoch für einen Verbleib. Als neues Transferziel haben die Königlichen laut der vereinsnahen Sportzeitung Marca Serge Gnabry vom deutschen Rekordmeister ausgemacht.

Nach Sport1-Informationen hat Gnabry, dessen Gehaltsvorstellungen bei 15 Millionen Euro im Jahr liegen sollen, zuletzt ein Vertragsangebot der Bayern abgelehnt. Ein Grund dafür soll unter anderem die fehlende Wertschätzung seitens des Vereins sein. Ähnlich hatten zuvor schon Niklas Süle und Robert Lewandowski ihre Entscheidungen gegen eine Vertragsverlängerung begründet.

FC Bayern: Serge Gnabry ist unzufrieden

Gnabry scheint es nicht gefallen zu haben, dass die Vertragsverlängerung mit Teamkollege Kingsley Coman wohl eine höhere Priorität genossen hatte als die eigene. Zudem nahm Vorstandsboss Oliver Kahn laut Sport1 an den Verhandlungsrunden mit Gnabry und dessen Beratern nicht selbst teil. Auch mit der Position, die Gnabry im System von Julian Nagelsmann einnimmt, soll er unzufrieden sein. Der 26-Jährige würde dem Vernehmen nach lieber zentraler eingesetzt werden - so wie das auch im Nationalteam unter Hansi Flick der Fall ist. „Bei Serge gibt es noch ein paar Meinungsverschiedenheiten“, sagte Bayern-Präsident Herbert Hainer im Sport1-Doppelpass Mitte Mai.

David Alaba (rechts) möchte Serge Gnabry zu Real Madrid locken (Archivbild).
David Alaba (rechts) möchte Serge Gnabry zu Real Madrid locken (Archivbild). © FC Bayern München AG/dpa

Einen besonderen Fürsprecher hat Gnabry bei Real Madrid. David Alaba, vor der Saison ebenfalls aus München nach Madrid gewechselt, hat wie Sport1 berichtet, bei den Real-Verantwortlichen bereits für einen Gnabry-Transfer geworben.

Abgang vom FC Bayern nach England für Gnabry denkbar

Neben Real Madrid kann sich Gnabry auch einen Wechsel nach England vorstellen. Dort verbrachte er schon Teile seiner Jugend und die ersten Profijahre. Den Durchbruch schaffte er beim FC Arsenal jedoch nicht. Erst nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er über die Stationen Bremen und Hoffenheim zum Stammspieler beim deutschen Rekordmeister. Ein Wechsel auf die Insel hätte für Gnabry also einen besonderen Reiz: Er könnte sich dort beweisen, wo er es einst nicht schaffte.

Für welchen Verein sich Gnabry am Ende auch entscheiden sollte, es wird eine Entscheidung in diesem Sommer geben. Da der Vertrag 2023 ausläuft, möchten die Bayern den Vertrag entweder schnellstmöglich verlängern oder Gnabry verkaufen. Einen weiteren ablösefreien Abgang wie Alaba vergangenes Jahr möchte der Rekordmeister nicht riskieren. Sportlich wäre ein Wechsel Gnabrys jedoch ein herber Verlust. Auch diese Bundesliga-Saison war er mit 14 Treffern nach Lewandowski der zweitbeste Torschütze der Bayern. Als Nachfolge-Kandidaten werden immer wieder Liverpools Sadio Mané und Ousmane Dembélé vom FC Barcelona genannt. (Jan Oeftger)

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