FCB-Einkaufspolitik im Fokus

„PR-Gag“: Böses Urteil über Star-Einkauf des FC Bayern

Mit großen Erwartungen kam Philippe Coutinho aus Barcelona. Die konnte er noch nicht wirklich erfüllen. Auch die anderen Transfers des FC Bayern haben Luft nach oben.

  • Die sportliche Wende ist dahin - Bayern München verlor zwei Spiele in Serie.
  • Sind die Neuzugänge des Sommers nicht die erhofften Verstärkungen?
  • Eine Zwischenbilanz verdeutlicht: Es ist durchaus noch Luft nach oben.

München - Wie schon in der Vorsaison hinkt der FC Bayern auch in der Hinrunde der Spielzeit 2019/2020 seinen eigenen Ansprüchen hinterher. Nach den zwei Niederlagen gegen Leverkusen und Mönchengladbach (jeweils 1:2) beträgt der Rückstand der Münchner auf die Tabellenspitze schon sieben Zähler. Die kleine tabellarische Talfahrt in der Bundesliga hängt auch damit zusammen, dass die Neuzugänge vom Sommer allesamt noch nicht ihr Leistungspotenzial ausschöpfen können.

FC-Bayern-Transfers: Eine Kombination aus Pech und Unvermögen?

Dabei ist einer der größten Hoffnungsträger unverschuldet bisher keine große Stütze: Verteidiger Lucas Hernandez kam bereits angeschlagen von Atletico Madrid, auch aktuell kann der FCB nicht auf die Dienste des französischen Weltmeisters setzen Grund ist ein Sprunggelenksproblem. Was die weiteren Transfers des FC Bayern betrifft, legte am Montag unter anderem der Kicker den Finger in die Wunde:

Neuzugänge des FC Bayern auf dem Weg zum Training: Als Kracher kann noch keiner bezeichnet werden.

Nach Einschätzung des Sportmagazines ist es vor allem Philippe Coutinho, der seit seiner Ankunft aus Barcelona noch nicht die Erwartungen der FCB-Vereinsbosse und der Anhänger erfüllen kann. Das harte Urteil: Der Brasilianer sei bislang lediglich ein „PR-Gag“. Gerade, wenn eine Begegnung von großer körperlicher Intensität geprägt ist und es ein schnelles Umschaltspiel nach hinten benötigt, tauche Coutinho öfter unter. 

Bei der unglücklichen Niederlage in Gladbach verzichtete Trainer Hansi Flick gar völlig auf die Dienste des kreativen Offensivmannes, der sich nicht selten Ballverluste leistet und in Sachen Geschwindigkeit öfter mal Defizite aufweist.

Bayern München: Wer der beste Neuzugang ist, steht außer Frage

Als weiterer Star-Transfer kann Weltmeister Benjamin Pavard bezeichnet werden. Aber der Franzose patzte gegen Leverkusen und kam in der Folgepartie gar nicht erst nicht zum Einsatz. Statt dem 23-Jährigen war es Joshua Kimmich, der in Mönchengladbach die Rechtsverteidiger-Position einnahm.

Routinier Ivan Perisic verstärkte die Münchner ebenfalls vor Beginn der laufenden Spielzeit. Zwar ist der Kroate ziemlich torgefährlich und hat bereits neun Scorerpunkte gesammelt. Doch was das Dribbling, die Präzision und die Klasse angeht, hat der Vize-Weltmeister nach Ansicht des Kicker Schwächen. Als Beleg dient der entscheidende Treffer im Borussia-Park, als er sich den Ballverlust leistete, der schließlich im Elfmeter für Gladbach mündete.

In der Auflistung fehlen noch zwei weitere Sommer-Neuzugänge des FC Bayern: Jann-Fiete Arp und Michael Cuisance. Sowohl Arp als auch der Franzose Cuisance müssen derzeit jedoch wie Hernandez verletzt pausieren. Bei Letzterem stellt sich die Sachlage komplizierter dar als gedacht. Gut wegkommen kann eigentlich nur einer - und der ist eigentlich gar kein echter Neuzugang. Alphonso Davies glänzte zuletzt in der Bundesliga. An der Säbener Straße ist er allerdings schon seit Januar 2019.

Wussten Sie‘s? Philippe Coutinho wurde von einem Ex-Bayern-Profi stark geprägt.

PF

Rubriklistenbild: © dpa / Sven Hoppe

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