Bundesliga

FC Bayern plant überraschende Rückholaktion – Offensivspieler im Visier

Woo-Yeong Jeong (l.) könnte bald mit Leroy Sané auf Torejagd gehen.
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Woo-Yeong Jeong (l.) könnte bald mit Leroy Sané auf Torejagd gehen.

Ein ehemaliger FC Bayern-Spieler rückt erneut ins Blickfeld der Münchner Verantwortlichen. Dank einer Rückkauf-Klausel könnte die Konkurrenz ausgestochen werden.

München – Der FC Bayern hat sich während der Corona-Krise auf die Fahne geschrieben, auf unmäßig teure Transfers zu verzichten. Angeblich sucht der Rekordmeister derzeit eine weitere Option für die Offensive und fasste diesbezüglich einen ehemaligen Münchner Nachwuchsspieler ins Auge. Nach Informationen des Sportsenders Sky soll der Freiburg-Profi Woo-yeong Jeong ein Thema beim Deutschen Meister sein, dabei verlängerte der Südkoreaner erst kürzlich seinen Vertrag.

Eine Rückhol-Aktion des 22-Jährigen würde so manchen Vorteil mit sich bringen. Als Jeong im Januar 2018 aus seiner Heimat nach München wechselte, wohnte er zunächst im Internat auf dem FC Bayern Campus. Dort musste er sich ohne Deutschkenntnisse zurechtfinden. „Ich habe viel gelernt in meiner Anfangszeit am Campus, das war eine schöne Erfahrung. Davon profitiere ich auch heute noch“, meinte der Offensivspieler in einem Interview mit fcbayern.com. Jeong kennt bereits viele entscheidende Personen im Verein, der ihn für 700.000 Euro von Incheon United abwarb, und würde damit keine Eingewöhnungszeit benötigen.

FC Bayern München: Ehemaliger Münchner Jeong mit steiler Formkurve in Freiburg

In der Landeshauptstadt fand sich der feine Techniker nicht nur schnell in der deutschen Kultur ein, sondern gewöhnte sich auch an die bayerische Spielweise. Nach fünf Einsätzen für die U19 spielte der damals 18-Jährige sofort für die zweite Mannschaft, mit der er prompt den Drittliga-Aufstieg in der Saison 2018/19 realisierte. In seiner Regionalliga-Saison kam er auf 19 Torbeteiligungen in 29 Partien, weshalb ihn der damalige Cheftrainer Niko Kovac öfter in den Spieltagskader aufnahm. Zweimal wurde Jeong bei den Profis eingewechselt.

Im Sommer ging er für zwei Millionen Euro nach Freiburg, wo er zunächst kaum zum Einsatz kam. Für die Rückrunde wechselte er leihweise zurück zu den Bayern-Amateuren und verhalf seinen ehemaligen Teamkollegen mit acht Assists und einem Tor zur überraschenden Drittliga-Meisterschaft. Nach seiner Rückkehr ging es nur noch bergauf.

In seiner zweiten richtigen Bundesliga-Spielzeit beim SC Freiburg mauserte sich Jeong zum Stammspieler. In der laufenden Saison wirkte er bei allen Partien mit und traf dabei viermal. Auch in seiner Heimat blieb sein Aufstieg nicht unbemerkt. Im März letzten Jahres feierte er sein Debüt in der Nationalmannschaft, Mitte November folgte sein erster Treffer bei seinem zweiten Einsatz im WM-Qualifikations-Spiel gegen den Irak.

FC Bayern München: Holen die Münchner Jeong zurück? Rückkauf-Klausel als entscheidender Vorteil

Sportlich gesehen wäre der flexibel einsetzbare Rechtsaußen, der auch auf links sowie als hängende Spitze spielen kann, eine Bereicherung für die Mannschaft von Julian Nagelsmann. Einen Nachteil hätte eine erneute Jeong-Verpflichtung jedoch: die Ablöse. Laut Sky beliefe sich diese auf knapp 10 Millionen Euro, was für Bayern-Verhältnisse aber noch recht niedrig angesetzt wäre.

Dem Sky-Bericht zufolge sicherten sich die Münchner beim Jeong-Transfer eine Rückkauf-Klausel für den Sommer, bei dem die Ablöse offenbar festgeschrieben ist. Damit ist der FC Bayern den angeblichen Mitinteressenten, wie diversen Premier-League-Vereinen und der TSG Hoffenheim, wohl einen Schritt voraus. Eine Investition von rund 10 Millionen Euro wäre zwar mit einem Risiko verbunden, allerdings machten die Bayern mit Jeong in der Vergangenheit nicht nur gute Erfahrungen, sondern auch ein Transferplus. (ajr)

Offenbar steht auch ein in England aktiver DFB-Star vor einem Transfer zum FC Bayern München.

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