Hochverschuldeter Bundesliga-Club

Chaos-Tage auf Schalke: Finanzvorstand wirft hin! Wurde ihm „Härtefallantrag“ zum Verhängnis?

Peter Peters
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Peter Peters (ohne Mundschutz) wird den FC Schalke 04 verlassen.

Schalke 04 in der Krise: Finanzvorstand Peter Peters bat den Aufsichtsrat um die Auflösung seines Vertrags. Er arbeitete 27 Jahre lang für die Königsblauen.

  • Der FC Schalke 04 steckt nicht nur sportlich, sondern auch finanziell tief in der Krise.
  • Finanzvorstand Peter Peters bat nun um die Auflösung seines Vertrags.
  • Seit 1993 bekleidete er Ämter in der Geschäftsführung des Vereins.

Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 steckt sportlich tief in der Krise, seit nunmehr elf Partien sind die Königsblauen in der Bundesliga* sieglos, was Trainer David Wagner in den Fokus der Kritik lenkt. Doch auch seine finanziellen Sorgen muss der Traditionsverein* nun geregelt bekommen, allerdings mit neuem Personal. Finanzvorstand Peter Peters bat den Verein um die Auflösung seines Arbeitspapiers.

Chaos bei Schalke 04: Finanzvorstand Peters löst Vertrag auf -  „Hat mutige Entscheidungen mitgetragen“

Der Aufsichtsrat der Gelsenkirchener um Vereins-Boss Clemens Tönnies* entsprach Peters infolgedessen seinen Wunsch und beendete die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung, wie der Verein mitteilte. Genaue Hintergründe zur plötzlichen Bitte um die Vertragsauflösung schilderten keine der beiden Parteien. 

„Peter Peters hat in den vergangenen fast drei Jahrzehnten unseren Verein entscheidend mitgeprägt“, meinte Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies. „Dabei hat er mutige und weitsichtige Entscheidungen zum Wohle des Clubs mitgetragen. Ohne ihn wäre der FC Schalke nicht der Verein, der er heute ist. Dafür gebührt ihm unser Dank“, so der S04-Chef. Seit 1993 war Peters im Verein, zunächst als Geschäftsführer und später als Vorstand Finanzen und Organisation.

Chaos bei Schalke 04: Finanzvorstand Peters löst Vertrag auf -  „Hat mutige Entscheidungen mitgetragen“

Bereits zu Beginn der Corona-Krise hatte der hochverschuldete Bundesliga-Gründungsmitglied* mitgeteilt, man sei „existentiell“ gefährdet. Von Schulden in Höhe von 197 Millionen Euro ist die Rede. Nun muss der Verein die wirtschaftlich angespannte Lage ohne seinen langjährigen Mitarbeiter, der seit 2012 einen unbefristeten Vertrag erhalten hatte, meistern. 

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Jetzt wird spekuliert, ob Peters nicht aus eigenen Stücken den Verein verlassen wollte, sondern dazu gedrängt wurde. Der Bild zufolge soll Peters auf Schalke aufgrund seiner Nebentätigkeiten ein Dorn im Auge gewesen sein. Der 57-Jährige ist als Aufsichtsratschef der Deutschen Fußball Liga (DFL) sowie als DFB-Vizepräsident aktiv. 

Chaos bei Schalke 04: Härtefallantrag empörte treue Fans

Ein anderer Grund könnte der „Härtefallantrag“* gewesen sein, der innerhalb der Fangemeinschaft polarisierte. Darin ging es um die finanzielle Rückerstattung von Dauerkarten für das Saisonende, das in Form von Geisterspielen* ausgetragen wird. Karten-Inhaber, die ihr Geld zurück gefordert hatten, wurden vom Verein dazu aufgefordert, ihre Entscheidung zu begründen und sogar zu belegen. Eine Entschuldigung des Vereins wurde nicht gut aufgenommen. 

Beim FC Schalke ist in diesem Jahr trotz der Corona-Krise* viel geplant, so soll die Ausgliederung der Profi-Abteilung noch im Herbst vollzogen werden, womit man sich Investoren und anderen Geldgebern öffnen würde. 

ajr

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