Portugal schlägt Island 

Fehlstart in der Hammergruppe: Deutschland unterliegt Frankreich

+
Spannendes Spiel auf hohem Niveau: Detlef Ronnenberg für Frankreich (links) und Thorsten Schönewolf für Deutschland. 

Kassel – Dieses Quartett hat es in sich: Die Gruppe F entpuppt sich schon zum Auftakt als Hammergruppe der Tischfußball-EM.

Und Deutschland steht nach dem ersten Spiel bereits unter Druck. Thorsten Schönewolf, früherer Kapitän des KSV Hessen Kassel, wehrte sich gegen Frankreich zwar nach Kräften, verlor aber 1:2.

Detlef Ronnenberg aus Northeim, im Zidane-Trikot am Tisch, spielte sich schnell in die Rolle des Mitfavoriten. Der 62-Jährige war 1978 sogar mal Sechster der Deutschen Meisterschaften, bezeichnete sich selbst als „Vornespieler“. Das bekam Schönewolf zu spüren. Bei den Löwen Defensivspezialist, stand er hier oft auf verlorenem Posten. Die Folge: 1:5 im ersten Satz. Doch „Schöne“ hatte schon immer ein Kämpferherz. Was folgte, ließ selbst unseren EM-Experten Jan Majeweski staunen. Deutschland drehte den Spieß um, gewann Satz zwei 5:1. „Das war so nicht zu erwarten“, kommentierte Majewski, „solche Wenden kommen vor, sind aber eher ungewöhnlich.“

Auch Satz drei war hart umkämpft, am Ende setzten sich Ronnenbergs Offensivkünste aber durch. Frankreich sicherte sich mit dem 5:2 Satz und Sieg. Deutschland steht so früh im Turnier unter Druck. „Jetzt heißt es, beißen“, sagte Schönewolf und verwies auf seine Zeiten beim KSV: „Da hast du gelernt, mit Niederlagen umzugehen. Umso mehr hat man dann die Siege genossen.“

Auch das zweite Spiel der Gruppe F bot am Abend Hochspannung. Udo Maikranz, 60 Jahre und aus Borken, konnte den Portugal-Urlaub nicht antreten – und spielt nun für Portugal. Jan Purkert, 26 und aus Udenhausen, verbrachte im Rahmen seines Studiums zehn Tage auf Island. „Ich bin hier der Außenseiter“, sagte er. Trotzdem hielt er das Spiel lange offen. Am Ende siegte Portugal 5:4, 4:5, 5:0.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.