Kidderminster sorgt in England für Pokalcoup

Auffälligkeiten des Auslandsfußball: Sechstligist feiert, Leicester-Fans ersetzen das Flutlicht

Fans von Leicester City.
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Flutlichtausfall in Leicester.

Eine große Überraschung, ein Debütant und noch einiges mehr – die Auffälligkeiten des Auslandsfußballs stehen diesmal ganz im Zeichen des englischen Pokals.

Die Sensation: Stellen Sie sich vor, der nordhessische Verbandsligist CSC 03 Kassel hätte sich für den DFB-Pokal qualifiziert und würde dann mit Fortuna Düsseldorf einen Zweitligisten ausschalten. Etwas Vergleichbares passierte nun im FA Cup. Denn der Sechstligist Kidderminster Harriers schaffte die dicke Überraschung und warf den in der zweithöchsten englischen Klasse beheimateten FC Reading trotz eines 0:1-Rückstands noch mit 2:1 raus. Die Torschützen des Siegers: Sam Austin und Amari Morgan-Smith.

Der Debütant: Auf den vorangegangenen Seiten tauchte bereits der Name Bellingham auf. Auch an dieser Stelle geht es nicht ohne hin. Nun verdient allerdings Jobe Bellingham, besonders erwähnt zu werden. Der erst 16 Jahre alte Bruder Jobe Bellingham, auf den die Dortmunder Borussia auch schon ein Auge geworfen haben soll, gab seinen Einstand im Profiteam von Birmingham City. Die 0:1-Pokalniederlage konnte er jedoch nicht abwenden.

Der Flutlicht-Ersatz: Noch mal FA Cup. Zwischen Leicester City und dem FC Watford kam es zu einem Duell zweier Erstligisten. Leicester siegte am Ende deutlich 4:1. Doch in der 57. Minute wurde es auf einmal stockdunkel. Die Flutlichter im King Power Stadium waren ausgefallen, die Partie musste fünf Minuten lang ruhen. Die Fans sorgten allerdings für eine besondere Atmosphäre: Sie stimmten Gesänge an und sorgten mit ihren Handys für etwas Licht.

Die Torquote: Der FC Barnsley, englischer Zweitligist, und AFC Barrow, Viertligist, begegneten sich ebenfalls im FA Cup. Barnsley gewann die Partie schließlich mit 5:4 nach Verlängerung, hatte 2:0 geführt, dann den Ausgleich kassiert, obwohl Barrow ab der 38. Minute in Unterzahl war. In der 83. Minute erzielte Barnsley dann das 3:2. Drei Minuten später stand es 3:3. Wiederum zwei Minuten später ging Barnsley mit 4:3 in Führung – und kassierte in der 90. Minute das 4:4. In der Verlängerung war es dann Carlton Morris, der das Ex-Team von Trainer Daniel Stendel endgültig auf die Siegerstraße brachte. Fast noch bemerkenswerter als der Spielverlauf ist aber die Quote an Torschüssen, die auch den Weg ins Netz fanden. So kamen in dieser Partie insgesamt zehn Bälle Richtung Torhüter – neunmal lag das Spielgerät anschließend auch im Netz. Das ist gut für die Stürmer, aber schlecht für die Schlussmänner.

Das Schützenfest: Nun in einen Zwergstaat: In Gibraltars Fußball-Liga gibt es auch schon mal Kantersiege. So deutlich wie jetzt am neunten Spieltag in der Partie zwischen Europa Point und Mons Calpe SC wurde es aber bislang noch nicht: Die Gäste setzten sich mit 10:0 durch. (Björn Mahr und Maximilian Bülau)

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