FIFA-Sponsor Wanda hofft auf "Rolle" bei Vergabe von WM

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Die chinesische Wanda-Gruppe will Einfluss auf Vergaben von Fußball-Weltmeisterschaften ausüben. Foto: Wu Hong

Peking (dpa) – Die chinesische Wanda-Gruppe will als neuer Sponsor der FIFA Einfluss auf Vergaben von Fußball-Weltmeisterschaften ausüben.

Der Konzern sei künftig besser aufgestellt, "um eine Rolle im Bieterprozess für die Vergabe großer Fußballturniere wie der Weltmeisterschaft zu spielen", hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Der Immobilien- und Unterhaltungskonzern hatte am Freitag einen Vertrag bis 2030 als FIFA-Partner unterschrieben, der dem angeschlagenen Fußball-Weltverband laut Schätzungen mehrere hundert Millionen Euro einbringen dürfte.

Die Regierung in Peking hatte schon häufiger den Wunsch geäußert, künftig eine WM in China ausrichten zu wollen. Weil Katar den Zuschlag für 2022 erhalten hatte, kann sich ein asiatisches Land nach derzeitigen Regeln erst wieder für die Weltmeisterschaft 2030 bewerben. Über den WM-Ausrichter werden zukünftig die 209 FIFA-Mitglieder im Kongress entscheiden.

Wanda-Chef Wang Jianlin, der reichste Mann Chinas, hatte zuletzt massiv in den Sportsektor investiert. Im vergangenen August kaufte Wanda für 650 Millionen US-Dollar die Marke "Ironman" und die World Triathlon Corporation. Im Januar stieg der Konzern für 45 Millionen Euro mit 20 Prozent beim spanischen Fußballclub Atlético Madrid ein. Nur einen Monat später kaufte Dalian Wanda für gut eine Milliarde Euro den Sportvermarkter Infront in der Schweiz. Philippe Blatter, Neffe des früheren FIFA-Präsidenten Joseph Blatter, ist seit Ende November Geschäftsführer der Wanda Sports Holding, der Sportsparte des chinesischen Konglomerats.

Pressemitteilung Wanda (chinesisch)

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