Korrupionsvorwürfe

Festgenommener Fußball-Boss Villar Llona bleibt in Haft

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FIFA-Vizepräsident Ángel María Villar Llona wurde wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen. Foto: Francisco Seco

Madrid (dpa) - Der in Spanien wegen Korruptionsvorwürfen festgenommene FIFA-Vizepräsident Ángel María Villar Llona bleibt vorläufig in Haft.

Nach einer ersten Anhörung habe der zuständige Ermittlungsrichter entschieden, dass der 67-Jährige nicht auf Kaution in die Freiheit entlassen wird, berichtete die Nachrichtenagentur Europa Press. Er kam damit der Forderung der für Korruptionsfälle zuständigen Staatsanwaltschaft nach.

Gegen Villar Llona, Chef des spanischen Fußballverbandes RFEF und Vizepräsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA), wird unter anderem wegen Korruption, Fälschung und Unterschlagung ermittelt. Auch sein Sohn Gorka, der früher Generaldirektor des südamerikanischen Verbandes Conmebol war und ebenfalls festgenommen wurde, bleibt vorläufig im Gefängnis.

Villar Lllona habe der RFEF möglicherweise einen finanziellen Schaden von bis zu 45 Millionen Euro zugefügt, berichtete die Zeitung "El Mundo" unter Berufung auf die Ermittler. Unter anderem soll er Länderspiele der spanischen Nationalmannschaft gegen andere Nationen arrangiert haben, um dabei durch Nebenabsprachen seinem Sohn lukrative Verträge zu verschaffen.

Der Top-Funktionär war seit Jahrzehnten ein wichtiger Strippenzieher im internationalen Fußballgeschäft. Dem spanischen Verband stand er seit 1988 vor. Erst im Mai war er für eine weitere Amtszeit wiedergewählt worden.

Bericht Marca

Bericht El Mundo

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