Ominöse Zahlung für WM 2006

FIFA widerspricht Niersbach - Untersuchung in Auftrag

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Hat sich mit seinen Aussagen zur Millionen-Zahlung an die FIFA wohl in die Bredouille gebracht: DFB-Boss Wolfgang Niersbach gibt derzeit eine unglückliche Figur ab.

Zürich - Mit seinen Aussagen zur ominösen Millionen-Zahlung an die FIFA sorgt Wolfgang Niersbach für Verwirrung. Nun geht der Weltverband auf Konfrontationskurs zum DFB-Boss.

Der Fußball-Weltverband hat die Version von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach über die ominöse Zahlung von 6,7 Millionen Euro infrage gestellt. „Es entspricht in keinster Weise den FIFA-Standardprozessen und Richtlinien, dass die finanzielle Unterstützung von WM-OKs an irgendwelche finanziellen Vorleistungen seitens des jeweiligen OKs oder seines Verbandes gekoppelt ist. Im Übrigen ist ganz generell die Finanzkommission weder berechtigt, Zahlungen irgendwelcher Art in Empfang zu nehmen, noch verfügt sie über ein eigenes Bankkonto“, teilte die FIFA am Donnerstag mit.

Zuvor hatte Niersbach auf einer Pressekonferenz in Frankfurt/Main erklärt, mit dem Geld habe der DFB einen Zuschuss in Höhe von 250 Millionen Schweizer Franken für die Organisation der Weltmeisterschaft 2006 gesichert. Laut Niersbach seien die 6,7 Millionen Euro im Jahr 2002 zunächst vom damaligen Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus an die FIFA-Finanzkommission gezahlt worden. Nachdem Louis-Dreyfus das Geld zurückgefordert habe, sei ein Jahr vor der WM die Summe über ein FIFA-Konto an den 2009 gestorbenen Franzosen zurückgezahlt worden.

Die FIFA werde die Angelegenheit intern mit externen Anwälten untersuchen. Der DFB sei aufgefordert, „an dieser Untersuchung mitzuwirken“, teilte die FIFA mit.

dpa

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