Großes Engagement im Sport 

Flyeralarm greift mit Magath im Fußball an: Weit mehr als nur ein Flugblatt

Bei seiner Vorstellung: Felix Magath (Mitte) wird als Fußballchef der Onlinedruckerei Flyeralarm präsentiert. Links: Daniel Sauer, Vorstandsvorsitzender der Würzburger Kickers. Rechts: Thorsten Fischer, Geschäftsführer von Flyeralarm. 
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Bei seiner Vorstellung: Felix Magath (Mitte) wird als Fußballchef der Onlinedruckerei Flyeralarm präsentiert. Links: Daniel Sauer, Vorstandsvorsitzender der Würzburger Kickers. Rechts: Thorsten Fischer, Geschäftsführer von Flyeralarm. 

Manchmal braucht es einen großen Namen, um von der breiten Masse wahrgenommen zu werden. Wie bei der Onlinedruckerei Flyeralarm.

Am Montag stellte das Unternehmen mit Sitz in Würzburg Felix Magath als Chef der Fußballabteilung vor. Oder wie es 2020 heißt: als Boss von Flyeralarm Global Soccer. Seitdem ist Flyeralarm in aller Munde. Dabei ist das Unternehmen von Thorsten Fischer schon lange im Sportgeschäft vertreten.

Wer den Internetauftritt von Flyeralarm besucht, der wird gleich auf der Startseite darauf gestoßen. Unter Partner sind der Deutsche Fußball-Bund, die Frauen-Bundesliga, die Basketballer des FC Bayern München und der Fußball-Drittligist Würzburger Kickers aufgeführt. Bei der Frauen-Nationalmannschaft ist das Unternehmen Premium-Partner, bei den Männern und der U21 auf der Bandenwerbung zu finden. Es ist Namensgeber der Frauen-Bundesliga. Bei den Bayern-Basketballern ist Flyeralarm Gold Partner. Auch als Titelsponsor der Ruder-Bundesliga und Unterstützer des Langstrecken-Freiwasserschwimmers Thomas Lurz waren die Würzburger schon im Einsatz. Seit 2016 sind sie offizieller Sponsoringpartner des Ski-Weltcups.

Fußball als Zentrum von Flyeralarms Unternehmungen

Ein breites Spektrum. Das Hauptaugenmerk aber soll auch in Zukunft auf dem Fußball liegen. Seit März 2013 heißt das Stadion in Würzburg Flyeralarm Arena. In Österreich ist das Unternehmen seit 2012 Trikotsponsor beim FC Admira Wacker Mödling. Seit 2017 heißt der Verein sogar FC Flyeralarm Admira und. Der Unternehmens-Namen ist sogar im Vereinswappen des Erstligisten zu sehen, der gegen den Abstieg spielt. Und da kommt dann Felix Magath ins Spiel.

Mit der Verpflichtung des ehemaligen Meistertrainers wurden schnell die Vergleiche mit RB Leipzig laut. Ein Verein in Österreich, einer in Deutschland. Magath in der Funktion von Ralf Rangnick. Würzburg also bald in der Bundesliga und Champions League? „Wir sind gerade ganz, ganz am Anfang. Viele Sachen müssen sich noch finden. Felix Magath verschafft sich jetzt erst einmal einen Überblick“, sagte eine Unternehmenssprecherin gestern gegenüber unserer Zeitung. Ein Dementi dieser großen Ziele ist das nicht. Zwischen Flyeralarm und Red Bull gibt es dann doch noch einen großen Unterschied.

Flyeralarm: McDonald’s der Druckerbranche

Flyeralarm ist (noch) kein Weltunternehmen der Marke Red Bull. Es ist aber eines, das sich innerhalb weniger Jahre extrem entwickelt hat. Der Kopf dahinter ist Thorsten Fischer. Der hatte eigenen Erzählungen zufolge seine erste Geschäftsidee aus einer Schwimmbad-Langeweile-Laune heraus. Für ein Studium sei er zu faul gewesen, sagte er einmal gegenüber der „Zeit“. Er brachte das Stadtmagazin „Würzburger Tester“ heraus. Das Monatsheft brachte ihm eine Sekretärin, ein mittleres Gehalt und einen geleasten BMW ein. Er hatte aber noch einen besseren Einfall: Flyeralarm, eine Onlinedruckerei.

Nach eigenen Aussagen Fischers ist dieses mittlerweile führend in Europa. Der Umsatz lag 2018 bei 350 Millionen Euro, mehr als 2300 Mitarbeiter werden an acht Produktionsstandorten beschäftigt. Flyeralarm wird oft als McDonald’s der Druckerbranche bezeichnet: billige Preise und Quantität statt Qualität. Das geht zulasten der großen Druckereien. Flyeralarm hat aber Erfolg und sich seit 2002 rasant entwickelt. Das Unternehmen ist mittlerweile weit mehr als nur ein Flugblatt. Vielleicht bald auch im Fußball.

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