Bundesliga

Frankfurt zu stark für VfL: Nach 3:1 blickt SGE gen Europa

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Frankfurts Torwart Lukas Hradecky fängt den Ball souverän ab. Foto: Peter Steffen

Gnadenlos effektiv gewinnt Eintracht Frankfurt souverän beim vormaligen Angstgegner. Dem VfL Wolfsburg hingegen droht wieder einmal eine Zittersaison. Nach dem 1:3 hat der Kampf gegen Abstieg endgültig begonnen.

Wolfsburg (dpa) - Richtig erklären kann sich selbst Niko Kovac die Auswärtsstärke von Eintracht Frankfurt nicht. Nach dem souveränen und abgeklärten 3:1 (2:0) beim Angstgegner VfL Wolfsburg musste der Eintracht-Coach herzhaft lachen.

"Fußball ist schon merkwürdig, in der letzten Saison war es genau umgekehrt. Das Umschaltspiel liegt uns aktuell einfach mehr", sagte Kovac nach dem "sehr guten Auswärtsspiel" gegen einen allerdings auch schwachen VfL.

"Frankfurt hat unsere Fehler gnadenlos bestraft. Heute haben bei uns ein paar Prozent gefehlt", schimpfte Wolfsburgs einziger Torschütze Maximilian Arnold (66. Minute). Da Nany Landry Dimata nur eine Minute nach dem Anschlusstreffer nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, war der erhoffte VfL-Aufschwung schnell passé. "Das war der Genickbruch", sagte Abwehrspieler Felix Uduokhai.

Dabei lief schon vor Arnolds direkt verwandeltem Freistoß kaum etwas zusammen bei den Wolfsburgern. Sebastien Haller (18.) mit seinem achten Saisontor und Timothy Chandler (22.) hatten die Gäste früh entscheidend in Führung geschossen. Die Entscheidung gegen nur noch zehn Wolfsburger besorgte der eingewechselte Luka Jovic (85.) für die Eintracht, die zuvor drei Niederlagen in Serie ohne Torerfolg gegen die Niedersachsen kassiert hatte.

"Wir müssen uns bei den Fans entschuldigen. So etwas sollte uns nicht noch einmal passieren", sagte VfL-Sportchef Olaf Rebbe. Für den Volkswagen-Club, der in der vorherigen zehn Spielen nur einmal gegen die Hessen verloren hatte, ist die Tendenz wieder negativ. Es droht die nächste Zittersaison, was Trainer Martin Schmidt und Rebbe zuletzt noch kategorisch ausgeschlossen hatten. "Wir können alle die Tabelle lesen", sagte Rebbe nun indes.

Wolfsburg ist seit nunmehr fünf Bundesligaspielen sieglos und erzielte dabei nur zwei Treffer. Der Drittletzte der Vorsaison rutschte mit weiterhin nur 20 Zählern aus 19 Spielen auf Rang 13. In Daniel Didavi war ein wichtiger Offensivspieler kurzfristig wegen Knieproblemen ausgefallen. Die ohnehin zuletzt so erfolglose Offensive des VfL blieb so erneut harmlos. "Das war ein gebrauchter Tag für uns als Team, aber auch für drei, vier Spieler. Wir nehmen jede Menge Arbeit mit in die Woche", sagte VfL-Coach Schmidt. Im Niedersachsen-Duell am Sonntag bei Hannover 96 muss er neben Dimata zudem Josuha Guilavogui ersetzen, der seine fünfte Gelbe Karte sah.

Deutlich einfacher ist dagegen der Ausblick auf die Arbeitswoche für Frankfurts Coach Kovac. Obwohl sein Team bereits am Freitag gegen Borussia Mönchengladbach ran muss, ist am Montag für die SGE frei. Mit nun 30 Punkten aus 19 Spielen sprang die Eintracht auf rang sieben. Nur noch einen Zähler Rückstand haben die Hessen auf Platz vier. Mit 21 Zählern in der Fremde ist nur Bayern München bislang erfolgreicher.

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