Ex-DFB-Präsident stirbt an Herzversagen

Gerhard Mayer-Vorfelder ist tot

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Gerhard Mayer-Vorfelder ist tot.

Stuttgart - Gerhard Mayer-Vorfelder ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Das bestätigte der DFB, dem der gebürtige Mannheimer von 2001 bis 2006 als Präsident vorstand. "MV" hinterlässt Frau und vier Kinder.

„Im Namen des DFB und auch ganz persönlich möchte ich seiner Frau Margit sowie seiner gesamten Familie mein tiefes Beileid aussprechen“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach in einer DFB-Pressemitteilung: „Mit Gerhard Mayer-Vorfelder geht eine prägende Figur des deutschen Fußballs. Ich habe ihn in all den Jahren immer als gradlinigen, entschlossenen und kompetenten Menschen kennen gelernt, der sich mit viel Engagement für den Sport eingesetzt hat und dabei immer die Bedürfnisse der Spieler im Blick hatte.“ 

CDU-Politiker Mayer-Vorfelder war einst Kultus- und Finanzminister Baden-Württembergs. Von 1975 bis 2000 stand er dem VfB vor. Von 1986 bis 2000 führte Mayer-Vorfelder daneben den DFB-Ligaausschuss. Im Jahr 2001 war er auf dem DFB-Bundestag in Magdeburg als Nachfolger von Egidius Braun zum DFB-Präsidenten gewählt worden. Nach der WM 2006 schied er aus dem Amt aus und wurde 2007 DFB-Ehrenpräsident. 

Auch im internationalen Fußball genoss „MV“ hohes Ansehen. Der Stuttgarter war Mitglied im Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA und der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Mayer-Vorfelder war als DFB-Präsident maßgeblich an der Installierung des Talent- und Nachwuchsförderprogramms im Verband beteiligt. Das Netz der DFB-Stützpunkte wurde auf Betreiben von „MV“ ausgebaut, daneben wurden die heute etablierten Nachwuchsleistungszentren für Lizenzvereine verpflichtend gemacht. 

„Seine Ideen und sein Einsatz haben dem Fußball wichtige Impulse gegeben, von denen wir alle heute profitieren. Die aktuellen Erfolge mit dem Gewinn der WM als Höhepunkt gehen auf richtungweisende Weichenstellungen der Vergangenheit zurück, die Gerhard Mayer-Vorfelder maßgeblich mitgestaltet hat“, sagte Niersbach.

sid

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