Wer bleibt drin?

Fünf Entscheidungen am Sonntag - es brodelt in der 2. Liga

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1860-Trainer Vitor Pereira will den Abstieg verhindern.

Hamburg - Drei oben, zwei unten - am letzten Spieltag fallen in der 2. Liga fünf von sechs Entscheidungen. Fest steht nur der Abstieg des Tabellenletzten Karlsruher SC.

Hochspannung an der Spitze, Dramatik am Tabellenende: In Sachen Nervenkitzel ist das Zweitliga-Finale am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) absolut erstklassig. Nur der Tabellenletzte Karlsruher SC steht als Absteiger definitiv fest, die übrigen fünf Entscheidungen fallen am 34. und letzten Spieltag.

Fast sicherer Begleiter der Badener in die 3. Liga scheinen die Würzburger Kickers zu sein. Denn die Franken brauchen einen Sieg beim Tabellenführer VfB Stuttgart - und Ausrutscher der Abstiegskonkurrenten 1860 München und Arminia Bielefeld. "Ich war immer ein Kämpfer, aufgeben gibt es bei mir nicht", sagt Kickers-Coach Bernd Hollerbach, langjähriger Bundesliga-Profi.

Den Schwaben hingegen reicht sogar ein Punkt zur sofortigen Bundesliga-Rückkehr, im Falle einer Niederlage müsste Eintracht Braunschweig als Dritter zehn Tore aufholen, um den VfB noch in die Relegation zu schicken. Auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat sich bereits festgelegt und die "kleine Meisterschale" an den Neckar transportieren lassen.

"Es kann ein besonderer Nachmittag werden. Keiner denkt, dass es am Sonntag einfach wird, aber wir wollen die Saison mit einem guten Gefühl beenden. Dafür brauchen wir eine hohe Intensität auf dem Platz, und wir müssen hellwach sein", sagte VfB-Trainer Hannes Wolf.

Kaum schlechter ist die Ausgangsposition für Hannover 96, auch den Niedersachsen genügt ein Remis. Leicht aber will es der SV Sandhausen den Gästen nicht machen, Coach Kenan Kocak garantiert den vollen Einsatz seiner Schützlinge: "Ich kann versprechen, dass wir nichts herschenken werden." Überdies sind die Norddeutschen personell geschwächt, Abwehrchef Salif Sane und Torjäger Martin Harnik müssen Sperren absitzen.

Dennoch treten die "Roten" ihre erste Punktspielreise nach Sandhausen überhaupt voller Optimismus an. 96-Manager Horst Heldt: "Ich habe ein sehr gutes Gefühl, weil die Mannschaft sehr konzentriert gearbeitet hat. Aber es wird keine Selbstverständlichkeit."

In Braunschweig kann man nur hoffen, dass die vollmundigen Ankündigungen von Hollerbach und Kocak auch in die Tat umgesetzt werden. Denn sonst bleibt der Eintracht auch nach dem eingeplanten Sieg gegen Schlusslicht Karlsruhe nur der Relegationsplatz drei.

"Theoretisch gibt es noch Chancen. Gerade am letzten Spieltag passieren immer auch mal kuriose Dinge", erklärte Braunschweigs Coach Torsten Lieberknecht. Reichen für den direkten Bundesliga-Aufstieg würden beispielsweise ein eigener 4:0-Sieg und eine 0:2-Niederlage von Hannover in Sandhausen.

Ähnlich prekär wie bei Würzburg ist die Lage im Abstiegskampf beim TSV 1860 München. Der einstige Europapokal-Finalist muss beim 1. FC Heidenheim zwingend punkten (Live-Ticker auf tz.de), um die Chance auf die beiden Relegationsspiele zu wahren. Ein Trainingslager im Allgäu sollte das Team noch enger zusammenbringen. Ein Sturz in die Drittklassigkeit, der erste seit 25 Jahren, wäre für Präsident Peter Cassalette der "Ober-GAU."

Noch nie drittklassig in seiner langen Vereinsgeschichte war der 1. FC Kaiserslautern. Ein Direktabstieg ist nicht mehr möglich, aber nur mit einem Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg entginge man auch sicher der Relegation. Ganz einfach könnte die Rettung von Fortuna Düsseldorf und Erzgebirge Aue funktionieren. Man müsste sich im direkten Duell nur auf ein Unentschieden einigen...

sid

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