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Schluss jetzt mit den Unentschieden: Fünf Gründe, warum das DFB-Team heute gegen Italien gewinnt

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Von: Maximilian Bülau, Pascal Spindler

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Die deutsche Nationalmannschaft ist derzeit die Remis-Königin des Fußballs. Aus diesen fünf Gründen ändert sich das gegen Italien.

Mönchengladbach – Die vergangenen vier Länderspiele des DFB-Teams endeten allesamt unentschieden – und alle mit identischem Ergebnis: Deutschland spielte 1:1 in den Niederlanden, 1:1 in Italien, 1:1 gegen England, 1:1 in Ungarn. Heute Abend steht für die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick das nächste Länderspiel an, in der Nations League geht es gegen Italien (20.45 Uhr/ZDF). Wir nennen fünf Gründe, warum es diesmal kein 1:1 geben wird.

1. Weil es in der Geschichte der DFB-Nationalmannschaft noch nie fünf Unentschieden in Folge gab. Seit 1908 bestreitet die Nationalmannschaft Länderspiele, 990 sind bis heute zusammengekommen. Fünf Unentschieden in Folge hat es seither aber noch nie gegeben. Selbst vier Remis nacheinander sind ein Novum. Drei Unentschieden in Folge gab es dagegen häufiger, zuletzt im September und Oktober 2020. Damals spielte die Mannschaft unter Bundestrainer Jogi Löw in der Nations League 1:1 gegen Spanien und in der Schweiz sowie 3:3 in einem Freundschaftsspiel gegen die Türkei. Mit einem 2:1-Sieg in der Ukraine wurde die Remis-Serie gestoppt, der Erfolgskurs wieder eingeschlagen. Das soll auch heute gegen Italien passieren.

DFB-Team ist gefestigter als die Italiener

2. Weil sich Italien im Umbruch befindet und nicht mehr so stark ist wie in den vergangenen Jahren. Europameister, 37 Spiele in Folge ungeschlagen: Italien war in den vergangenen drei Jahren das Maß der Dinge im europäischen Fußball, befand sich auf einer unglaublichen Erfolgswelle. Doch seit dem Gewinn der Europameisterschaft ist davon nicht mehr allzu viel zu sehen. Nur drei Spiele konnte das Team von Trainer Roberto Mancini seit dem Turnier im vergangenen Jahr gewinnen. Die Italiener befinden sich im Umbruch, Schlüsselspieler wie Giorgio Chiellini sind aus der Nationalmannschaft zurückgetreten, junge Hoffnungsträger wie Wilfried Gnonto oder Federico Gatti rückten nach. Die Mannschaft ist noch nicht gefestigt – für Deutschland die Chance, endlich den ersten Dreier in der Nations League zu landen.

Hansi Flick.
Anpfiff: Bundestrainer Hansi Flick will endlich wieder einen Sieg sehen. © Federico Gambarini/dpa

3. Weil sich Deutschlands 1B-Spieler weiter zeigen wollen. Am besten mit guten Leistungen und Siegen. Spieler wie Jamal Musiala oder Jonas Hofmann gehören eigentlich nicht zur Stammformation der DFB-Elf – und doch wussten sie in den vergangenen Partien zu überzeugen, drängten sich auf: Musiala als der Mann, der mit seinen Dribblings auch mal besondere Momente kreiert. Hofmann als Aktivposten auf der rechten Seite, der wie gegen England und Italien als Torschütze glänzt. Die Spieler in der zweiten Reihe wissen, dass bis zur Winter-WM in Katar nicht mehr viel Zeit bleibt – sie müssen sich zeigen, gute Leistungen abrufen. Musiala und Hofmann haben es vorgemacht. Wenn alle so spielen, kommen die Siege von ganz alleine.

DFB-Team: Drei der Unentschieden gab es auswärts

4. Weil zuhause unter Flick alles nur halb so schlimm ist. Vier Remis in Folge, das stimmt. Aber drei davon kamen auch auswärts zustande. In den Niederlanden, in Italien, in Ungarn. Gegen Mannschaften, die nicht zur Laufkundschaft des europäischen Fußballs gehören. Um es diplomatisch auszudrücken: Unter anderen Umständen wären drei Auswärts-Remis gegen starke Teams nicht unbedingt als Rückschlag aufgefasst worden. Selbst Topklubs der europäischen Ligen sehen sich nicht zwangsweise der Kritik ausgesetzt, wenn sie dreimal auswärts gegen gute Mannschaften nicht gewinnen. Zuhause hat das DFB-Team dagegen unter Flick alle Spiele gewonnen – bis auf das 1:1 gegen England in München zuletzt. Es spricht also viel dafür, dass heute in Mönchengladbach ein Sieg herausspringt.

5. Weil es anschließend in die Pause geht. Nach Italien ist dann aber wirklich mal gut. Die Saison war lang, jetzt noch drei Nations-League-Spiele – nach der Partie heute haben auch die Nationalspieler endlich Urlaub. Und den will man doch mit einem Sieg antreten. (Von Pascal Spindler und Maximilian Bülau)

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