Neymar fliegt vom Platz

Was war denn da los? Fünf Rote in der Nachspielzeit und drei Tore in 27 Sekunden

Große Aufregung: Spieler von Paris St. Germain (blaue Trikots) und Olympique Marseille gerieten am Sonntagabend kurz vor dem Abpfiff aneinander. Am Ende sahen fünf Profis die Rote Karte.
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Große Aufregung: Spieler von Paris St. Germain (blaue Trikots) und Olympique Marseille gerieten am Sonntagabend kurz vor dem Abpfiff aneinander. Am Ende sahen fünf Profis die Rote Karte.

Der Sport nimmt wieder Fahrt auf. Und mit ihm entstehen wieder kuriose Geschichten. So geschehen am Sonntagabend.

Kassel – In Paris mussten in der Nachspielzeit gleich fünf Akteure vom Feld. In der NHL fielen drei Tore innerhalb von 27 Sekunden. Und im American Football hatte Tom Brady seinen ersten Auftritt für die Tampa Bay Buccaneers.

Fünf Rote in der Nachspielzeit: Es ist ein denkwürdiges Spiel gewesen zwischen dem französischen Fußball-Serienmeister Paris St. Germain und Olympique Marseille. Paris verlor 0:1 und damit auch das zweite Spiel der Saison. Bereits zum Auftakt hatte das Team von Trainer Thomas Tuchel mit 0:1 gegen Lens das Nachsehen. In der Nachspielzeit eskalierte nun die Situation in einer ohnehin hart geführten Partie völlig.

Nach einem Foul von Marseilles Dario Benedetto an Leandro Paredes revanchierte sich dieser mit einem Check. Beide sahen die Gelb-Rote Karte. Doch während einer Rudelbildung, die nach diesem Zweikampf entstand, kam es zu Schubsereien, Tritten, Schlägen. Layvin Kurzawa (Paris) und Jordan Amavi (Marseille) traten sich gegenseitig und sahen die Rote Karte. Neymar schlug zudem Alvaro Gonzalez auf den Hinterkopf und musste ebenfalls vorzeitig vom Platz.

Doch beruhigen wollte sich der Brasilianer auch anschließend nicht. Tief in der Nacht schrieb er bei Twitter: „Ich respektiere dich nicht! Du hast keinen Charakter! Sei ein Mann! Arschloch! RASSIST!“ Neymar wirft seinem Gegenspieler vor, ihn mehrfach rassistisch beleidigt zu haben. Dieser bestreitet das.

Was bleibt, sind Szenen, die französische Zeitungen mit Bildern aus einem Asterix-Comic vergleichen. Und drei Spieler, die Trainer Tuchel in den kommenden Wochen fehlen werden.

Drei Tore in 27 Sekunden: In der NHL rückt ein Südstaaten-Finale zwischen Dallas und Tampa Bay näher. Nach den Stars, die gegen die Knights aus Las Vegas dominieren, haben auch die Lightnings eine 3:1-Führung im Halbfinale erkämpft. Und das höchst spektakulär: Beim 4:1 gegen die Islanders fielen in der 32. Minute in lediglich 27 Sekunden gleich drei Treffer. Brock Nelsons 1:0 der Islanders konterten Blake Coleman und Ondrej Palat postwendend in einem Zwölf-Sekunden-Doppelschlag zum 2:1. Point mit seinem neunten Playoff-Treffer und Pat Maroon ins verwaiste Tor zweieinhalb Minuten vor dem Ende machten Tampa Bays dritten Sieg perfekt.

Die Islanders waren erneut ohne Tom Kühnhackl (28) angetreten. Der deutsche Nationalspieler, der zuletzt am 5. August eingesetzt werden konnte, musste nach einer Schulterverletzung operiert werden, hat die „Blase“ bereits verlassen und ist nach Informationen der Eishockey-News daheim im niederbayerischen Landshut.

Neuer Verein nach 20 Jahren: Tom Brady ist der bekannteste Name im American Football. Nach 20 Jahren hat er seine Zelte bei den New England Patriots abgebrochen, nun bestritt er mit 43 Jahren sein erstes Spiel für das neue Team Tampa Bay Buccaneers. Brady gelang dabei selbst ein Touchdown. Allerdings unterlag Tampa Bay den New Orleans Saints schlussendlich 23:34. (Gerald Schaumburg und Maximilian Bülau)

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