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Auffälligkeiten der zweiten und dritten Liga: Furiose Elversberger stoppen Löwen

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Von: Maximilian Bülau

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Kevin Conrad.
Er durfte jubeln: Elversbergs Kapitän Kevin Conrad freut sich über den 4:1-Erfolg gegen den TSV 1860 München. © Imago/Jan Huebner

Nach acht Spieltagen ist wer Tabellenführer in der 3. Fußball-Liga? Aufsteiger SV Elversberg. Die Saarländer gewannen das Topspiel gegen 1860 München deutlich.

Das Niedersachsen-Derby in Liga zwei fand dagegen keinen Sieger. Ebenso nicht die Partie zwischen Kaiserslautern und Darmstadt – allerdings lieferten sich diese beiden Teams ein Spektakel. Die Auffälligkeiten der 2. und 3. Liga.

Furioser Aufsteiger

Die SV Elversberg ist in diesem Sommer aus der Regionalliga Südwest in die 3. Liga aufgestiegen. Und die Saarländer präsentieren sich auch eine Spielklasse höher in einer beeindruckenden Form. Am Wochenende stand das Spitzenspiel gegen Tabellenführer 1860 München an, Elversberg empfing die Löwen als Zweiter. Die Partie wurde dann zu einer eindeutigen Angelegenheit. Jannik Rochelt, Lukas Pinckert und Thore Jacobsen trafen schon in Halbzeit eins, Luca Schnellbacher dann im zweiten Durchgang zum 4:0. Joseph Boyamba gelang nur der Ehrentreffer für die Münchner. Besonders beeindruckend beim neuen Spitzenreiter Elversberg: In der Startelf standen sieben Akteure, die auch im vergangenen Jahr in der Regionalliga bereits zum Kader gehörten.

Friedliches Derby

Wenn Hannover 96 und Eintracht Braunschweig aufeinandertreffen, dann gibt es nicht selten auch Krawalle. Zwischen beiden Klubs herrscht eine alte Rivalität, die Fanlager sind verfeindet. Nach dem Aufstieg der Braunschweiger in die zweite Liga trafen beide Klubs am Samstag erstmals seit Februar 2021 wieder aufeinander. Der letzte Braunschweiger Sieg liegt schon lange zurück. 2014 begegneten sich die Mannschaften in der Bundesliga, die Eintracht gewann 3:0. Von den folgenden vier Duellen gingen drei an die Hannoveraner.

Doch am Samstag waren die Braunschweiger drauf und dran, drei Punkte vom Maschsee mitzunehmen. Anthony Ujah hatte die Blau-Gelben in Führung gebracht (69.). Doch Havard Nielsen sicherte 96 mit seinem vierten Saisontor immerhin noch einen Punkt (77.). Während Hannover nun seit fünf Spielen ungeschlagen ist, bleibt Braunschweig weiterhin auf einem Abstiegsplatz.

Fulminanter Schluss

Was war das für eine Schlussphase am Sonntagnachmittag in Kaiserslautern? Die Roten Teufel hatten die Lilien aus Darmstadt auf dem Betzenberg zu Gast. Sie lagen hinten, nachdem Tobias Kempe einen Elfmeter verwandelt hatte (45.+2). Sie kassierten den zweiten Gegentreffer durch Phillip Tietz (49.). Die Minuten vergingen, alles sah nach einem Auswärtssieg für die Hessen aus.

Denkste! Denn ab der 74. Minute drehten die Lauterer noch mal so richtig auf. Kenny Prince Redondo gelang der Anschluss (74.), Mike Wunderlich per Elfmeter der Ausgleich (77.), erneut Redondo sogar der Führungstreffer (87.). Doch auch Darmstadt hatte noch ein Ass im Ärmel. Und das trug den Namen Aaron Seydel. Der 26-Jährige setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt unter diese verrückte Partie. Er traf volley zum 3:3 und sorgte somit dafür, dass die Darmstädter weiterhin vor Kaiserslautern in der Tabelle stehen. Die Lilien sind Vierter, die Roten Teufel vom Betzenberg sind Siebter. (Maximilian Bülau)

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