Lewandowski traf schon neun Mal 

Sie sind derzeit nicht zu halten: Vier Bundesliga-Spieler im Blickpunkt

Ab zum Jubeln: Münchens Robert Lewandowski (links) und Philippe Coutinho. 
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Ab zum Jubeln: Münchens Robert Lewandowski (links) und Philippe Coutinho. 

Es sind die Teams der Stunde in der Fußball-Bundesliga. Und jedes von ihnen hat einen Spieler, der gerade besonders im Blickpunkt steht.

Der FC Bayern München, der FC Schalke 04, RB Leipzig und der SC Freiburg stehen ganz oder zumindest weit oben in der Tabelle. Wir blicken auf die formstarken Profis.

Robert Lewandowski

Gestern auf den Tag genau vor vier Jahren stellte Münchens Stürmer Robert Lewandowski vier Weltrekorde in zehn Minuten auf. Damals wurde der Pole nach der Halbzeit eingewechselt. Wolfsburg führte 1:0. Lewandowski benötigte genau 539 Sekunden, um aus einem 0:1 ein 5:1 zu machen.

Was der 31-Jährige aber derzeit Woche für Woche in der Bundesliga abliefert, ist ebenfalls rekordverdächtig. Nach fünf Spieltagen hat der Angreifer neun Tore auf dem Konto. Beim 4:0-Sieg gegen Köln am Samstag kamen die nächsten beiden Treffer dazu. In jedem Spiel war Lewandowski bislang erfolgreich, im Schnitt befördert er den Ball alle 48 Minuten ins gegnerische Tor. Wahnsinn.

Und wer so eine Quote vorweist, dem bleibt auch noch Zeit für mannschaftsbildende Aktionen. Beim Stand von 2:0 gegen Köln bekamen die Münchner einen Strafstoß. Lewandowski ist Elferschütze Nummer eins bei den Bayern. Aber der Pole überreichte Neuzugang Philippe Coutinho den Ball, der erzielte seinen ersten Treffer für den neuen Klub. Lewandowski sagte hinterher: „Ich habe mich gefreut, dass er getroffen hat und das erste Mal in der Torliste steht. Jetzt gehört er richtig zu Bayern München.“ Starke Geste.

Amine Harit

Der 22 Jahre alte Marokkaner sagt über sich selbst: „Jetzt bin ich frei im Kopf.“ Und das zeigt er auch. Schalkes offensiver Mittelfeldspieler war im vergangenen Jahr in seinem Heimatland in einen Verkehrsunfall mit Todesfolge verwickelt. Noch im Sommer gab es Gerüchte über seinen Abschied aus Gelsenkirchen. Doch der neue Trainer David Wagner stellte schnell klar, dass er mit Harit plant.

Amine Harit, Schalker Torschütze

Und dieser Plan geht auf. Der kleine, technisch starke Spieler hat die Sorgen der Vergangenheit verarbeitet und großen Anteil am Leistungshoch der Schalker. Beim 5:1-Sieg am vergangenen Wochenende in Paderborn traf er doppelt, am Freitag nun zum entscheidenden 2:1 in der 89. Minute gegen Mainz 05. Zudem hatte er das 1:0 von Suat Serdar vorbereitet. Übrigens: Der Siegtreffer gegen Mainz war sehenswert. Aus 16 Metern per Außenrist – Harit ist eben gerade richtig gut drauf.

Marcel Sabitzer

Julian Nagelsmann rotiert bei RB Leipzig im Mittelfeld schon gern mal. Beim vorhandenen Personal kein Wunder. Nkunku, Forsberg, Kampl (derzeit verletzt), Laimer, Haidara, Demme – viel Auswahl. Einer spielt bei ihm aber bislang immer: Marcel Sabitzer. Der Österreicher verpasste noch keine Minute. Auch im Pokal und in der Champions League nicht.

Marcel Sabitzer, Leipziger Torschütze

Sabitzer rechtfertigt dieses Vertrauen durch gute Leistungen. Beim 3:0-Erfolg in Bremen traf der 25-Jährige zum zweiten Mal per direktem Freistoß in der Liga. Im Pokal war er gleich zweimal erfolgreich, und in der Königsklasse legte er einen Treffer auf. Er ist ein Faktor des Leipziger Höhenflugs. Und ein Grund, warum RB an der Tabellenspitze steht, wie ein Topteam auftritt und noch ungeschlagen ist.

Lucas Höler

Wäre der SC Freiburg ein Topteam, dann hätte er sicher auch sein Heimspiel gegen den FC Augsburg gewonnen. Die Partie endete 1:1. Dass die Breisgauer nach fünf Spieltagen aber schon zehn Punkte geholt haben, ist auch ein Verdienst von Angreifer Lucas Höler. 

Lucas Höler, Freiburger Torschütze

Gegen Augsburg traf er zur Führung – der Ex-Freiburger Florian Niederlechner glich aus. Insgesamt legte er zudem schon zwei Tore auf und traf noch einmal. Ein Gesicht des guten Starts.

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