Schlussmänner spielen in der Transferperiode Bäumchen wechsel dich

Fußball-Bundesliga: Torhüter sind gefragt wie selten zuvor

Fliegt zukünftig für Borussia Dortmund durch den Straufraum: Roman Bürki, der von Absteiger Freiburg zum BVB wechselte. Fotos: dpa/afp

Kassel. Die aktuelle Transferperiode hat sich bei den Torhütern zu einem Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel entwickelt. Eine Analyse.

Mit Kevin Trapp, Roman Bürki, Sven Ulreich und Mitchell Langerak haben vier namhafte Torhüter der Fußball-Bundesliga ihren Verein gewechselt. Zudem wird über einen Transfer des Dortmunder Urgesteins Roman Weidenfeller spekuliert. Der Überblick:

Roman Bürki 

Den Anfang beim Torhüter-Wechselspiel machte Roman Bürki. Der 24-jährige Schweizer kam Mitte Juni vom SC Freiburg zu Borussia Dortmund. Bürki war erst im vergangenen Jahr von Grashoppers Zürich in die Bundesliga gewechselt, stand bei Absteiger Freiburg in allen 34 Bundesliga-Partien zwischen den Pfosten und machte mit starken Leistungen auf sich aufmerksam. In Dortmund hat Bürki die Chance, die neue Nummer eins zu werden.

Sven Ulreich 

Für rund drei Millionen Euro wechselte Sven Ulreich vom VfB Stuttgart zum FC Bayern München und tauscht damit seinen Stammplatz gegen die Rolle als Reservist ein. Als Grund gab er an, kein Vertrauen vom Verein mehr gespürt zu haben. Der 26-Jährige nimmt den Platz als Nummer zwei hinter Weltmeister Manuel Neuer ein. Den hatte zuvor Pepe Reina inne, der Spanier wechselte jedoch nach nur einem Jahr in München zurück zum SSC Neapel.

Mitchell Langerak 

Neu beim VfB Stuttgart: Mitchell Langerak.

Ein Kandidat auf den freigewordenen Posten im Stuttgarter Tor ist Mitchell Langerak. Nach dem Transfer von Bürki wechselte der 26-Jährige vom BVB zu den Schwaben. In Dortmund geriet Langerak Ende der vergangenen Saison nach mehreren Patzern in die Kritik, wäre wohl nur Ersatztorhüter gewesen. Doch auch in Stuttgart hat der Australier keine Stammplatzgarantie. Langerak muss mit Przemyslaw Tyton, der vom spanischen Zweitligisten FC Elche verpflichtet wurde, um die Position kämpfen. Bitter für den BVB- Neuzugang: Erst vor kurzem zog er sich im Trainingslager einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zu, fällt für vier bis sechs Wochen aus. Die Saisonvorbereitung ist für Langerak mit großer Wahrscheinlichkeit gelaufen.

Kevin Trapp 

Kickt zukünftig in Paris: Kevin Trapp.

Der jüngste Torwart-Transfer war der von Kevin Trapp. Vor einer Woche gab der französische Spitzenklub Paris Saint-Germain bekannt, den 25-Jährigen von Eintracht Frankfurt verpflichtet zu haben. Mit seinem Wechsel hinterlässt Trapp bei den Hessen eine große Lücke. 2012 wechselte er vom FC Kaiserslautern nach Frankfurt, absolvierte seitdem 82 Bundesliga-Spiele für die Adler und wurde zum Leistungsträger. Hoffnung auf den Stammplatz im Eintracht-Tor darf sich Neuzugang Heinz Lindner machen. Der Österreicher wechselte Anfang Juli von Austria Wien nach Frankfurt. Trainer-Rückkehrer Armin Veh sagte jedoch, dass er gerne noch einen Torhüter verpflichten würde.

Roman Weidenfeller 

Die Zukunft von Roman Weidenfeller ist ungewiss. Nach der Verpflichtung von Bürki war fraglich, ob Borussia Dortmund noch mit dem 34-Jährigen plant. Zwischenzeitlich wurde er als Trapp-Nachfolger gehandelt, sein Gehalt von knapp drei Millionen Euro soll den Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt aber zu hoch sein. Zuletzt sagte BVB-Sportvorstand Michael Zorc, dass Weidenfeller, der seit 13 Jahren beim Verein ist, bleiben soll.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.