Während des Belgien-Spiels

Terroristen planten offenbar Anschlag auf EM-Fanmeilen

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Bei einem Anti-Terror-Einsatz in Belgien wurden mehrere Menschen festgenommen.

Brüssel - Bei einem großen Anti-Terror-Einsatz sind am Samstag mehrere Menschen festgenommen worden. Offenbar sollen die Verdächtigen Anschläge während des EM-Spiels der belgischen Nationalmannschaft geplant haben.

Update vom 29. Juni 2016: Am Dienstagabend gegen 21 Uhr kam es am Istanbuler Flughafen Atatürk zu Explosionen. Wir halten Sie im News-Ticker zum Terror in Istanbul auf dem Laufenden.

Nach dem großangelegten Anti-Terror-Einsatz in Belgien sind drei Männer in Haft genommen worden. Ihnen werde "versuchter terroristischer Mord" sowie "Beteiligung an den Aktivitäten einer terroristischen Gruppe" vorgeworfen, teilte die belgische Staatsanwaltschaft am Samstagabend mit. Neun weitere Verdächtige, die im Zuge der Razzien in Gewahrsam genommen worden waren, seien nach ihrer Vernehmung wieder freigelassen worden.

Wegen einer "unmittelbaren Bedrohung" hatte die Polizei in der Nacht zum Samstag bei dutzenden Einsätzen in 16 Städten Wohnungen und Garagen durchsucht und zwölf Verdächtige festgenommen. Insgesamt wurden laut Staatsanwaltschaft 40 Verdächtige vernommen.

Terroristen wollten offenbar Fanmeilen attackieren

Nach Angaben des Fernsehsenders VTM erhielten die Behörden einen Hinweis, dass während des EM-Spiels der belgischen Nationalmannschaft gegen Irland am Samstagnachmittag Anschläge verübt werden sollten. Die Attentäter wollten demnach möglicherweise Fußballfans auf Fanmeilen in Belgien attackieren.

Dennoch beschloss Regierungschef Charles Michel nach einer Dringlichkeitssitzung, keine Fan-Veranstaltungen abzusagen. Auch die Terrorwarnung blieb auf der zweithöchsten Stufe. Die Fans konnten das Match am Abend dann auch ohne Zwischenfälle auf den Fanmeilen verfolgen.

Seit den Anschlägen vom 22. März ist die Lage in Belgien sehr angespannt. Damals hatten sich zunächst zwei Attentäter im Flughafen Brüssel-Zaventem in die Luft gesprengt, knapp eine halbe Stunde später zündete ein Attentäter in einem U-Bahn-Waggon in der Station Maelbeek einen Sprengsatz und riss 16 Menschen mit in den Tod. Insgesamt wurden bei den beiden Anschlägen in der belgischen Hauptstadt 32 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt.

Anschläge in Brüssel: Achter Verdächtiger festgenommen

Im Zusammenhang mit den Anschlägen hatte die belgische Staatsanwaltschaft am Freitagabend die Festnahme eines achten Verdächtigen bekannt gegeben. Der 30-Jährige muss sich ebenfalls wegen "Teilnahme an Aktivitäten einer Terrorgruppe, Mordes sowie versuchten Mordes in einem terroristischen Kontext als Täter, Mittäter oder Komplize" verantworten.

Explosionen in Brüssel: Eine Stadt steht unter Schock

Nach Informationen der belgischen Medien arbeitete der Verdächtige Youssef E.A. am Brüsseler Flughafen. Er sei bei einer Catering-Firma angestellt gewesen und habe direkten Zugang zu den Flugzeugen auf dem Rollfeld gehabt, berichteten mehrere Zeitungen übereinstimmend. Die Staatsanwaltschaft wollte die Berichte zunächst nicht bestätigen.

AFP

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