Das erinnert ihn an die WM 2006

Asamoah nach "Boatengs Nachbar"-Skandal: Dachte, wir sind weiter

Deutschland - Slowakei
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Gerald Asamoah hat früher für Deutschland gespielt und empfindet die Diskussion über falsche und richtige Nachbarn als frustrierend.
Jerome Boateng
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Jérôme Boateng hat sich bei Angela Merkel für die Distanzierung von der Äußerung Gaulands, niemand wolle Menschen wie Boateng zum Nachbarn haben, bedankt.
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Pegida regt sich über diese Kinder Schokolade auf - und Ferrero reagiert: "Wir von Ferrero möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich von jeglicher Form von Fremdenfeindlichkeit oder Diskriminierung distanzieren. Wir akzeptieren und tolerieren diese auch nicht in unseren Facebook-Communities. Viele Grüße, dein kinder Schokolade-Team."

München - Der frühere Nationalspieler Gerald Asamoah hat nach der Diskussion über richtige und falsche Nachbarn eine wichtige Botschaft. Denn all das Frustrierende habe er schon 2006 erlebt.

Wie in Deutschland über richtige und falsche Nachbarn (nach dem Skandal um Alexander Gaulands Äußerungen über Jérôme Boateng) und über Fotos auf Kinder Schokolade diskutiert wurde, hat Gerald Asamoah frustriert. In einem Gastkommentar für die Huffington Post Deutschland schreibt der frühere Nationalspieler: "Ich habe ja ehrlich gesagt gedacht, dass wir schon etwas weiter wären inzwischen. Im Prinzip habe ich das alles schon 2006 erlebt, vor der Weltmeisterschaft bei uns im eigenen Land." Er sei es damals gewesen, der von verschiedenen Richtungen verbal angegriffen worden sei. "Ich habe die Affenlaute auf dem Platz gehört", erinnert er sich. Das sei aber für ihn nicht Deutschland gewesen. "Deutschland war das Land, das mich willkommen geheißen und mich akzeptiert hat."

Nach der Weltmeisterschaft im eigenen Land hatte er dennoch geglaubt, dass sich in Deutschland etwas verändert habe.

Doch zehn Jahre später diskutierten Deutsche "über die gleichen Themen". Sein Vorwurf: "Bestimmte Leute und Gruppen nutzen gerade hemmungslos die Nationalmannschaft aus, um darüber ihre Politik zu promoten." Namen und Parteien nenne er absichtlich nicht.

Er merke, "dass es sehr vielen Menschen nicht egal ist, was in ihrem Land passiert und wie zum Beispiel negativ über Mitmenschen mit anderer Hautfarbe oder Religion gesprochen wird". Es gebe Menschen, die sich gegen Rassismus auflehnten. "Das freut mich und macht mich stolz. Auch darauf, Deutscher zu sein."

sah

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