Entgegen Kritik aus Deutschland

Fußball-Weltverband FIFA entlässt Ethik-Vorsitzende

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Hans-Joachim Eckert.

Schweiz - Das Council des Fußball-Weltverbandes FIFA hat entgegen der Kritik aus Deutschland die beiden Vorsitzenden der Ethikkommission entlassen.

Chefermittler Cornel Borbely (Schweiz) und der deutsche Richter Hans-Joachim Eckert (München) wurden am Dienstag laut FIFA-nahen Quellen nicht als Kandidaten für den Wahl-Kongress am Donnerstag in Bahrain vorgeschlagen - die beiden hochangesehen Juristen hätten ihre Jagd auf korrupte Funktionäre gerne fortgesetzt. 

"Ich bin dafür, dass Eckert und Borbely im Amt bleiben, weil sie zur Wiederherstellung der Integrität der FIFA einen entscheidenden Beitrag geleistet haben", hatte auch Reinhard Grindel vor der Council-Sitzung, an der der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erstmals teilnahm, gesagt. Der Großteil des Council war anderer Meinung. 

Die Amtszeit der beiden Vorsitzenden endete zwar in der Kongress-Woche in Manama. Die Wiederwahl wäre, wenn sie vorgeschlagen worden wären, aber wohl nur Formsache gewesen. Eckert war seit 2012 Vorsitzender der rechtsprechenden Kammer, Borbely löste 2014 Michael J. Garcia als "Chef-Ermittler" ab, zuvor war er bereits seit 2013 Stellvertreter des US-Amerikaners. Der ermittelnden Kammer soll künftig der Grieche Vassilios Skouris vorsitzen, Stellvertreter soll - unter der Voraussetzung eines bestandenen Integritätschecks - Fiti Sunia aus Amerikanisch-Samoa werden. 

Den Vorsitz der rechtsprechenden Kammer soll Maria Claudia Rojas (Kolumbien) bekommen, Stellvertreter Bruno de Vita aus Kanada werden.

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